Mentor Graphics bietet mit Volcano Vehicle Systems Architect (VSA) ein neues Entwicklungstool, das einen Autosar-basierten Fahrzeugsystem-Designflow von der Architekturanalyse bis zur Implementierung ermöglicht. VSA unterstützt das Design von Systemen und Embedded-Software mit FlexRay-, CAN- und/oder LIN-Netzwerken. Das neue Werkzeug soll die Qualität, Zuverlässigkeit und Time-to-Market verbessern und dabei Kostenvorteile bieten, da es die Verwendung von Standardschnittstellen und -komponenten erleichtert, die auf Autosar basieren.

Der Schwerpunkt von VSA, dem ersten Produkt aus Mentors Autosar-Produktfamilie, liegt auf dem modellgesteuerten Designprozess mit Einbeziehung des Autosar-Standards. Dieser Ansatz erlaubt es den Anwendern, ihre Abhängigkeit von Downstream-Validierung und physikalischem Prototyping zu reduzieren. Automobilunternehmen können so wichtige Entscheidungen und Verifikationsaufgaben in das Vorfeld des Designzyklus’ verlagern.

Mit VSA können Ingenieure Software-Architekturen entwickeln, analysieren und vergleichen. Zudem erlaubt VSA es dem Anwender, die Vorteile der „Correct-by-Construction“-Designmethodik zu nutzen. Dies verringert die Abhängigkeit von testorientierten Validierungsansätzen. VSA unterstützt die verteilte iterative Entwicklung mit mehreren Partnern und verbessert so die Interaktionen zwischen OEMs und Tier1s. Das Produkt basiert auf der integrierten plug-and-play-fähigen Open-Source-Entwicklungsumgebung Eclipse. Dadurch ist es sowohl von Kunden als auch von anderen Werkzeuganbietern erweiterbar.

„Der Autosar-Standard leistet gute Arbeit beim Standardisieren, aber er vereinfacht nicht unbedingt den Designprozess“, so Joachim Langenwalter, Director der Automotive Business Unit bei Mentor Graphics. „Zur effizienten Entwicklung von Autosar-basierten Systemen sind Werkzeuge erforderlich, die die Komplexität aus dem Designprozess herausnehmen und es den Anwendern erlauben, sich auf ihre eigentliche Aufgabe zu konzentrieren: der Entwicklung von Anwendungssoftware, ECUs oder Netzwerksystemen. Hiefür bietet Mentor Graphics die neue Produktlinie.“

„In der Automobilindustrie wird die Anzahl der Autosar-ECUs in den nächsten Fahrzeuggenerationen erheblich ansteigen“, kommentiert Dr. Günter Reichart, einer der Autosar-Gründer. „Um diese Systeme entwickeln zu können, sucht die Industrie nach einem offenen Tool-Framework, welches das vollständige Autosar-Metamodell für Entwicklung einer Application-Software, Konsistenzprüfung und Validierung unterstützt. Ein Beispiel hierfür ist Eclipse. Wir brauchen keine kurzfristige Lösung, sondern eine, die den zukünftigen Autosar-Prozess unterstützt und eine langfristige Perspektive bietet. Mentor Graphics hat sich dieser Herausforderung gestellt. Mentors VSA-Werkzeug ist jetzt verfügbar und unterstützt diese Anforderungen vollständig.“

Autosar (AUTomotive Open System ARchitecture) ist eine weltweite Entwicklungspartnerschaft von Automobilherstellern, Zulieferern und weiteren Unternehmen der Elektronik-, Halbleiter- und Softwareindustrie. Das Autosar-Konsortium arbeitet seit 2003 an der Entwicklung und Einführung einer offenen, standardisierten Softwarearchitektur für die Automobilindustrie.
Autosar wird weltweit verwendet. In Japan arbeitet JasPar (Japan Automotive Software Platform and Architecture) an der Evaluierung und am Test von Autosar. Werkzeuge wie VSA, die die Einführung von Autosar und zugehöriger Technologien erleichtern, werden beträchtliche Auswirkungen auf den japanischen Automobilmarkt haben. JasPar nutzt die Erfahrung der Konsortiumsmitglieder und Standards wie Autosar und FleyRay, um zukünftige Automobil-Designstandards für Japan zu schaffen. Mentor Graphics ist Premium-Mitglied von Autosar und JasPar. (av)