Intel hat auf dem diesjährigen Intel Developer Forum eine Reihe zentraler Ausstattungsmerkmalen der zweiten Generation der Intel Core Prozessoren vorgestellt, die 2011 auf den Markt kommt. Mit dem erheblich erweiterten Funktionsumfang baut Intel seine führende Position bei Prozessorleistung und Akkulaufzeit weiter aus. Dazu tragen die viele Grafikfunktionen die direkt in die Chips integriert wurden bei. Die Grafik-ICs von Nvidia und der AMD-Tochter ATI, die diesen Markt dominieren, sind nicht mehr notwendig. Intel hat besonders in letzter Zeit den Konkurrenzdruck ausgehend von kleinen Herstellern zu spüren bekommen, deren energiesparende ICs zunehmend in Kleincomputern und Smartphones eingesetzt werden.


Die neue Prozessor Familie „Sandy Bridge“ enthält eine Art „Ring“-Architektur, über die der im Chip integrierte Grafikkern Ressourcen wie Cache oder Speicherplatz gemeinsam mit dem Prozessorkern nutzt. Damit erhöht sich die Rechen- und Grafikleistung des Endgeräts bei gleich bleibender Energieeffizienz. Die zweite Generation des Intel Core Prozessors bietet zudem eine verbesserte Intel Turbo Boost Technik. Diese Funktion passt die Leistung dynamisch an die aktuellen Anforderungen von Anwendungen an, indem sie die Ressourcen der Prozessor- und Grafikkerne automatisch verschiebt oder umverteilt. Erste Notebooks und PCs auf Basis der zweiten Generation der Intel Core Prozessor Familie sind voraussichtlich Anfang nächsten Jahres erhältlich. Intels neuer Grafikprozessor liefert verbesserte grafische Funktionen in allen Bereichen, die Computernutzer heute am stärksten nachfragen: HD-Video, 3D, Spiele, Multitasking sowie Online-Netzwerke und Multimedia. So können Nutzer jetzt auch Videos schneller in andere Formate konvertieren.


Die Anfang 2011 verfügbaren Chips umfassen auch die neue Befehlssatz-Erweiterung namens Intel Advanced Vector Extensions (AVX). AVX bietet mit seinem leistungsstarken und reichhaltigen Funktionsumfang insbesondere die Möglichkeit, Daten besser zu verwalten, neu anzuordnen und zu sortieren. Ein neuer 256 Bit-Befehlssatz beschleunigt Fließkomma-Anwendungen wie digitale Bildbearbeitung oder die Erstellung von Inhalten.


Im Bereich Serverprodukte zeigte Intel eine Dual Prozessor-Variante der nächsten Generation des Intel Xeon Prozessors. In einer Demo lief die Videokonferenz-Software von vidyo auf dem Prozessor, die sämtliche auf dem System verfügbaren 32 Threads nutzt und die neuen AES-NI Befehle zur Verschlüsselung verwendet (Advanced Encryption Standard New Instructions). Die nächste Generation der Xeon Prozessoren für 2 Sockel-Server und -Workstations kommt mit acht Kernen sowie 16 Threads pro Prozessor und wird in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 in Produktion gehen.


Außerhalb des PC-Geschäftes bringt Intel mit Groveland und Tunnelcreek Atomvarianten für den Einsatz im internetfähigen TV und im Infotainment im Automobil auf einem Markt, den die Firma bislang anderen Anbietern überlassen hat. In diesem Bereich will Intel den Anteil in den nächsten 5 Jahren jährlich um ein Viertel wachsen lassen (sb).


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