Intel kauft den israelischen Entwickler von Deep Learning Accelerators für Rechenzentren, Habana Labs.

Der Chairman von Habana Labs Avigdor Willenz

Der Chairman von Habana Labs Avigdor Willenz neben einem Rack, in dem sich ein HLS-1 Gaudi AI Training System befindet. Eyal Toueg/Intel Corporation

Die leistungsstarken Prozessoren und die auf Standards basierende Programmierung von Habana sollen die KI-Angebote in den Rechenzentren von Intel erweitern, um sich schnell ändernde KI-Workloads zu ermöglichen.

Der Gaudi-AI-Training-Prozessor von Habana wird derzeit mit ausgewählten Kunden getestet. Es wird erwartet, dass Großknoten-Systeme auf Basis von Gaudi eine bis zu 4-fache Steigerung des Durchsatzes im Vergleich zu Systemen mit der entsprechenden Anzahl von GPUs liefern. Gaudi ist für eine effiziente und flexible Skalierung von Systemen konzipiert.

Darüber hinaus habe der Goya-AI-Inferenzprozessor von Habana, der im Handel erhältlich ist, laut Intel eine „ausgezeichnete Inferenzleistung“ einschließlich Durchsatz und Echtzeit-Latenzzeit in einem wettbewerbsintensiven Leistungsbereich bewiesen. Gaudi für Training und Goya für Inferenz böten eine umfangreiche, einfach zu programmierende Entwicklungsumgebung, die Kunden bei der Bereitstellung und Differenzierung ihrer Lösungen unterstützt, da sich die KI-Workloads mit den wachsenden Anforderungen an Rechenleistung, Speicher und Konnektivität weiterentwickeln.

Damit will Intel den Ausbau seines Portfolios im Bereich der künstlichen Intelligenz beschleunigen. Das Unternehmen schätzt, dass der Markt für Halbleiter-Produkte im Bereich der künstlichen Intelligenz bis zum Jahr 2024 auf mehr als 25 Milliarden Dollar anwachsen wird.

Die Amerikaner entrichten für Habana Labs einen Preis von 2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen soll eine unabhängige Geschäftseinheit bleiben. Auch soll das bisherige Management weiterhin das Unternehmen lenken. Dieses werde an die Data Platform Group von Intel berichten. Avigdor Willenz, der bisherige Chairman von Habana Labs, wird Senior-Berater für die Habana-Geschäftseinheit und für Intel.