Eckdaten

Auf welche Weise auch immer sich der Markt für intelligente Beleuchtung weiterentwickeln wird, die Erweiterung von LED-Leuchtmitteln durch programmierbare Geräte und Sensoren wird der Grundstein für intelligente Gebäude sein.

Die erste Generation der Beleuchtungssteuerung war ein einfacher Ein/Aus-Schalter. LED-Systeme wurden vorwiegend mit PAR- und MR-Lampen und Standby-Strom nachgerüstet. Dimmen und Flackern waren zweitrangig.

Die LED-Beleuchtungen der nächsten Generation boten dimmbare Steuerungen, höhere Effizienz und eine bessere Lichtqualität. Treiber galten als grundlegende Stromversorgungselemente, und die LED-Nachrüstung ging in Richtung länglicher Röhren, bei denen oft die bestehenden ineffizienten Vorschaltgeräte zum Einsatz kamen.

Programmierbarkeit

Bluetooth Mesh zur Vernetzung von Leuchtkörpern und Sensoren in ein Gewerbegebäude.

Bluetooth Mesh zur Vernetzung von Leuchtkörpern und Sensoren in ein Gewerbegebäude. Fulham

Das lineare LED HO-Nachrüstset, das bei bestehenden Leuchtkörpern installiert werden kann.

Das lineare LED HO-Nachrüstset, das bei bestehenden Leuchtkörpern installiert werden kann. Fulham

Die Bluetooth Mesh-Architektur sorgt für Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit beim Anschluss eines großen Gewerbegebäudes.

Die Bluetooth Mesh-Architektur sorgt für Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit beim Anschluss eines großen Gewerbegebäudes. Fulham

Mit der Zunahme stromsparender LED-Beleuchtungen und der Nachfrage nach energieeffizienteren Leuchtmitteln begannen die Hersteller ihre Leuchtmittel zu optimieren. Die Programmierbarkeit wurde zu einem wesentlichen Faktor. Um die wachsende Nachfrage nach komfortabler, flackerfreier Beleuchtung zu decken, betrachteten die Hersteller LED-Treiber nun nicht mehr ausschließlich als Stromversorgungselemente. Es begann die Ära der „intelligenten“ Leuchtmittel mit benutzerdefinierbaren LED-Leistungen, -Effekten und Eigenschaften.

LED-Komponenten, die für spezielle Funktionen oder Anwendungen programmiert werden können, definieren wir als intelligente Beleuchtung. Beispielsweise können Beleuchtungskomponenten so konfiguriert werden, dass sie auf Temperatur und sonstige Eigenschaften reagieren und sich hinsichtlich Intensität und Farbe anpassen. Intelligente Beleuchtungskomponenten können werkseitig oder während der Installation programmiert werden, etwa wenn Anwendungen eine Farbabstimmung erfordern. Neuere LEDs müssen in ihren Beleuchtungseigenschaften auf ältere Leuchtmittel abgestimmt werden. Solche intelligenten Komponenten können auch so programmiert werden, dass sie vor übermäßigen Temperaturen schützen und dadurch die Lebensdauer der LED verlängern. Mit individuell anpassbaren LEDs ist es möglich, den Kundenerfordernissen gerecht zu werden. Dazu gehören folgende Features.

Geringer Einschaltstrom

Beim Einschalten benötigen alle Leuchtmittel eine höhere Last. Werden neuere Leuchtkörper nachgerüstet, kann der Einschaltstrom den Stromkreis überlasten. Mit intelligenten Beleuchtungskomponenten lässt sich der Einschaltstrom verringern und steuern. Dadurch ist der Anschluss mehrerer Leuchtmittel am selben Stromkreis möglich.

Abdimmen

Viele LED-Treiber steuern die Lichtintensität durch eine variable Stromversorgung der LED, bis hin zu einer sehr geringen Intensität. Dennoch verbraucht die LED eine geringe Menge an Strom. Intelligente LED-Treiber ermöglichen ein vollständiges Abdimmen mit Null-Stromverbrauch.

Programmierbare Dimmkurven

Nicht alle LED-Produkte dimmen einheitlich. So kann beispielsweise eine Verringerung auf 50 Prozent des Stromverbrauchs bei Produkten verschiedener Hersteller eine unterschiedliche Lichtintensität bieten. Programmierbare Dimmkurven erleichtern die Abstimmung von Dimmprofilen für Nachrüstzwecke.

NTC-Thermistoren

Um eine Überhitzung der LEDs zu vermeiden und ihre Lebensdauer zu verlängern, können zusammen mit dem für den Schutz des Leuchtmittels programmierten LED-Treiber Negativ-Temperaturkoeffizient-Thermistoren (NTC-Thermistoren) eingesetzt werden.

Inzwischen ist eine Vernetzung und damit der Aufbau einer Infrastruktur für Beleuchtungssteuerungen möglich. Die Kommunikationsvorrichtungen zur Anpassung der Beleuchtungsstärke und Optimierung des Stromverbrauchs bilden die Basis für die Gebäudeautomatisierung. Sensoren und strategisch platzierte LEDs überwachen und verwalten die Beleuchtung und auch andere Systeme wie Heizung oder Klimaanlagen. Intelligente Leuchtkörper können direkt angesteuert werden. Nachteile wie eine übermäßige Beleuchtung oder eine Beleuchtung in unbesetzten Räumen entfallen und die Lichtstärke kann an das Tageslicht angepasst werden. Das spart Energie und verlängert die Lebensdauer von LED-Leuchten.

Selbstverständlich ist bei intelligenten Sensoren eine zuverlässige Kommunikationsinfrastruktur erforderlich. Insbesondere bei nachgerüsteten Leuchtmitteln kann die Installation der Verkabelung für das Netzwerk äußerst kostspielig sein. Die Herausforderung lautet: Wie lassen sich die Beleuchtungssensoren an ein einziges Steuersystem anschließen?

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