ITler und Messtechniker stehen oft auf Kriegsfuß – intelligente Datenlogger mit Ethernet-Schnittstelle reduzieren mögliche Reibungspunkte zwischen den beiden Welten.

ITler und Messtechniker stehen oft auf Kriegsfuß – intelligente Datenlogger mit Ethernet-Schnittstelle reduzieren mögliche Reibungspunkte zwischen den beiden Welten. Delphin Technology

Waren seinerzeit messtechnische Aufgaben und Prüfstände eher Insellösungen, entstanden mit der Ethernet-Schnittstelle in der Messtechnik neue Möglichkeiten, wie vollautomatisierte Datenarchivierungs- und Backuplösungen – ganz ohne Datentausch per Diskette. Zudem wurde die Arbeit zwischen Versuch und Auswertung deutlich effizienter.

Bedingt durch die weite Verbreitung der Ethernet-Netzwerkschnittstelle in der Technik und in der Officewelt, ist heute quasi jedes hochwertige Datenerfassungsgerät ebenfalls mit der Schnittstelle ausgestattet. Längst betrachtet die IT diese Geräte als ganz normale Teilnehmer in ‚ihrem‘ Netzwerk. Aber genau dort liegen oftmals die Schwierigkeiten, Probleme und Reibungspunkte.

Messtechnik und IT im Gegensatz

Messtechnische Aufgaben sind heute sehr vielfältig und gleichzeitig wachsen Messtechnik und IT zusammen. Daraus resultieren die unterschiedlichsten Probleme im Zusammenspiel der beiden Welten. Im Folgenden sind typische Beispiele aufgelistet, die für reichlich Konfliktpotenzial zwischen Messtechnikern und IT-lern sorgen:

  • Updates der Rechner und Server: Messdatenerfassungen sind oft für den 24/7-Betrieb ausgelegt. Die IT fährt jedoch abends und am Wochenende ihre Updates und führt Wartungsarbeiten aus. Dadurch lassen sich Messdaten nicht mehr zuverlässig archivieren. Das Resultat: Unterbrechungen in der Datenaufzeichnung und der ungewollte Abbruch von Prüfaufgaben.
  • Updates von messtechnischer Software: In der Praxis kommt es häufiger vor, dass Software-Updates bis zur Installation mehrere Monate Durchlaufzeit in der IT benötigen.
  • Datenarchivierung auf Servern: Vor allem Lebensdauerprüfungen produzieren viele Messdaten. Hier streikt oftmals die IT, da diese Daten die Server unnötig belasten und zu viel Speicherplatz benötigen.
  • Nutzung von SIM-Karten für mobilen Messaufgaben und Ankopplung an das Firmennetzwerk: Diese Aufgabe ist besonders kritisch, denn hier sind Vorgaben seitens der IT zu erfüllen, die der Anwender alleine nicht umsetzen kann – allerdings fühlt sich die IT nicht verantwortlich für die Messtechnik.

In einem konkreten Fall sollte für eine Störungsanalyse ein schneller Datenlogger auf einem Schienenfahrzeug installiert werden. Der Wunsch des Anwenders war, die Messdaten im Falle einer Störung direkt per Laptop aus dem Datenlogger auslesen und analysieren zu können. Dies scheiterte jedoch, da sich die IT nicht im Stande sah, den notwendigen Remote-Zugriff auf die Messdaten umzusetzen.

Dies sind Beispiele, mit denen Messtechniker heutzutage immer wieder zu kämpfen haben. Im Folgenden ist aufgezeigt, wie sich diese Probleme lösen oder zumindest mindern lassen.

IT-unabhängige Messtechnik im Dauereinsatz

Softwarekanäle: Konfigurieren anstatt Programmieren

Softwarekanäle: Konfigurieren anstatt Programmieren Delphin Technology

24/7 Einsatz ist auch für die Messtechnik in vielen Anwendungen unabdingbar. So gibt es bei Lebensdauerversuchen der Automobilindustrie eine Vielzahl von messtechnischen Aufgaben, die bis zu 3000 Stunden Daten erfassen müssen – ohne Unterbrechung. Aus dieser Anforderung resultiert, dass die zyklischen Softwareupdates und die Pflege der IT-Infrastruktur diesen Messanwendungen nichts anhaben dürfen. Aber wie lässt sich das erreichen?

Moderne Datenerfassungen wie der Expert Logger und das Loggito von Delphin Technology, übernehmen vielfältige Aufgaben, wie Steuerungs- und Regelfunktionen sowie Überwachungs- und Vorverarbeitungsaufgaben. Die Geräte stimulieren Prüflinge, führen Prüfabläufe selbständig durch und überwachen diese – in der Regel ohne PC. Diese funktionale Vielseitigkeit macht die Datenlogger unabhängig von zusätzlichen Komponenten, etwa einer SPS oder Überwachungs- und Alarmierungseinrichtung.

Jegliche autarken Datenerfassungsgeräte des Unternehmens verfügen über eine Funktionenvielfalt, die es jedem Anwender ermöglicht seine Mess-, Steuer- und Überwachungsaufgabe nach den eigenen Wünschen umzusetzen. Solche Funktionen, sogenannte Software-Kanäle, sind dabei einfach zu konfigurieren – aufwändiges Programmieren entfällt. Dadurch entkoppelt sich die Messtechnik komplett von der IT-Welt, denn: die PCs visualisieren lediglich Daten und steuern keine Prüfabläufe mehr.

Daten auch bei einem Serverausfall zuverlässig speichern

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