Authentifikation für Zugriff auf geschützte Speicherbereiche

Bild 5: Der Mixer erkennt per NFC unterschiedliche Aufsätze und gibt entsprechende Mixfunktionen frei.

Bild 5: Der Mixer erkennt per NFC unterschiedliche Aufsätze und gibt passende Mixfunktionen frei. NXP

In manchen Fällen kann es jedoch auch wichtig sein, dass gewisse Daten wie etwa das Datum des letzten Service zwar veränderbar bleiben sollen, in diesem Fall jedoch nur nach vorherigem Berechtigungsnachweis durch das Schreib-/Lesegerät. Hierfür gibt es Transponder, bei denen bestimmte Speicherbereiche im einfachsten Fall durch ein Passwort geschützt werden können. Eine Passwortoption kann dabei definieren, ob die geschützten Datenbereiche nur beschrieben oder auch ausgelesen werden dürfen. Beispiele für Transponder-ICs mit Passwortschutz sind die weit verbreiteten Chips der Familie NTAG 21x, die kompatibel zu Type-2-Tags (T2T) des NFC-Forums sind. ICODE-SLIX-2-Bausteine sind konform zu Type-5-Tags (T5T).

Falls diese Sicherungsmethode in der Applikation jedoch nicht ausreichen sollte, bieten spezielle Transponder eine Authentifizierung mit Zugriffsberechtigung auf den Speicher mittels kryptographischen Datenaustauschs an. Der zum NFC-Forum-Type-4-Tag kompatible NTAG 413 kann zusätzlich den Speicherinhalt basierend auf AES (Advanced Encryption Standard) dynamisch verändern. Bei den T5T-Transponder-ICs gibt es den ICODE DNA, der ebenfalls über eine AES-Authentifikation verfügt. Weil mit höher Datensicherheit auf höhere Kosten und eine größere Komplexität des Gesamtsystems einhergehen, ist hier eine sinnvolle Kosten-Nutzen-Rechnung angebracht.

Beispiele für Geräte mit intelligentem Zubehör

Mit der NFC-basierten Self-Detect-Technologie erkennt eine Mixer-Modell von Vitamix (Bild 5) jeden Behälter, passt seine Mixdauer entsprechend an und aktiviert nur für geeignete Behälter die Heizfunktion. Über NFC wird auch sichergestellt, dass das Gerät nur startet, wenn Behälter und Deckel sorgfältig aufgesetzt sind.

Ultimaker

Bild 6: Ein 3D-Drucker erkennt per NFC die eingesetzten Filamente und protokolliert die Restmenge im Transponder. NXP

Der 3D-Drucker Ultimaker 3 (Bild 6) erkennt anhand eines NFC-Tags automatisch, welches von neun verschiedenen Filament-Materialien eingesetzt wurde, und kann diese Information direkt an die Druck-Software weitergeben. Dies stellt eine hohe Druckqualität sicher und vermeidet Fehler. Zudem speichert der Drucker direkt auf der Filamentrolle selbst die Menge des verbleibenden Materials, was mit Barcodes oder QR-Codes nicht möglich wäre.

Zusammenfassung

Entwickler, die ihre Geräte mit mehr Intelligenz und neuen Funktionen ausstatten wollen, haben mit der NFC-Technologie und RFID-Systemen mehr Möglichkeiten denn je. Die Industrie bietet schon heute viele Fertigkomponenten für die Systementwicklung an, welche die Prototypenentwicklung beschleunigen. Dies beginnt mit einer großen Auswahl von NFC-ICs und -Entwicklungsboards, geht über verfügbare Software-Libraries und endet bei einer großen Bandbreite von Formfaktoren für Transponder. Besonders Miniatur-Transponder kommen für das Erkennen von Zubehör und damit das einfache Konfigurieren von Geräten in Frage, denn sie sind mechanisch einfach zu integrieren.

Da Benutzer immer mehr auf eine einfache Bedienung und erweiterte Funktion von Geräten Wert legen, kann die NFC-Technologie für diesen Anwendungsfall eine interessante Lösung für bestehende Design-Probleme sein.

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