Im Vergleich zu herkömmlichen akuellen Methoden zeigt Loihi eine deutlich höhere Erkennungsgenauigkeit. Dazu gehörte unter anderem auch eine Methode für tiefes Lernen, die 3000 Mal mehr Trainingsproben pro Klasse erforderte, um das gleiche Niveau an Klassifizierungsgenauigkeit zu erreichen.

Der neuromorphe Forschungschip Loihi von Intel

Der neuromorphe Forschungschip Loihi hat die Fähigkeit, trotz Lärm oder Verstopfung gefährliche Chemikalien am Geruch zu erkennen. Intel

Forscher von Intel Labs und der Cornell University haben die Ergebnisse der Entwicklung des Forschungschips in einem gemeinsamen Paper im Magazin Nature Machine Intelligence veröffentlicht. Die neuralen Algorithmen auf Loihi ahmen nach, was im Gehirn passiert, wenn ein Geruch wahrgenommen wird. Mit Hilfe des neuronalen Algorithmus, der von der Architektur und Dynamik der Geruchskreisläufe des Gehirns abgeleitet wurde, trainierten die Forscher von Intel und Cornell den neuromorphen Forschungschip, um die Gerüche von zehn gefährlichen Chemikalien zu lernen und zu erkennen. Dazu verwendete das Team einen Datensatz, der aus der Aktivität von 72 chemischen Sensoren als Reaktion auf diese Gerüche bestand und konfigurierte das Schaltbild der biologischen Geruchswahrnehmung auf Loihi.

Der Chip lernte schnell die neuronale Repräsentation jedes Geruchs und erkannte jeden Geruch, selbst wenn er stark verschlossen war (hoher Lärm in der Umgebung oder auch bei verstopftem Zugang). Loihi hat damit eine vielversprechende Zukunft genau am Schnittpunkt von Neurowissenschaft und künstlicher Intelligenz und soll verschiedenen Branchen zugute kommen.