Nach der Bekanntmachung von Phoenix Contact Ende November waren die Entwickler in Blomberg auf Zack und haben den Worten bereits zur Hannover Messe Taten folgen lassen. Das Ergebnis sind einige Profinet-Protoypen, deren Serienreife für Ende 04 geplant ist. Dem eigenen Anspruch verpflichtet, komplette Automatisierungsprojekte zu realisieren, haben sich die Entwickler keineswegs nur auf eine Profinet-Anschaltung für das Inline-Remote-I/O konzentriert. Daneben wurde auch eine Kompakt-Steuerung (ILC 350 ETH) gezeigt, die sich über den Verschaltungseditor mit anderen Profinet-Geräten verbinden lässt. Zudem verfügt die für die Automatisierung von autarken Maschinenmodulen konzipierte Steuerung über lokale I/Os (Inline) sowie eine Interbus-Anschaltung.


Natürlich sind auch bei Profinet-Installationen Infrastruktur-Komponenten notwendig, wie bei jeder Ethernet-Verkabelung. Daher wurde auch das Modulare Switch-Programm (MMS) um Profinet ergänzt. Darüber hinaus steht als Investitionsschutz für die Anbindung der installierten Basis ein Gateway zur Verfügung, das bestehende Anlagenteile und Maschinen als Proxy in Profinet abbildet.
Mittlerweile konkretisiert sich auch das Integrationsprojekt Interbus in Profinet: Es wurden erste Gerätemodelle und deren Umsetzung besprochen: modulare Geräte-Typen mit Slot- und Subslot-Mechanismen wie die erwähnte Kompakt-Steuerung, virtuelle Geräte (Proxy-Funktion) sowie eines, das ein komplettes Prozessabbild von Interbus auf Profinet mapped.
Neben Phoenix Contact zeigte auch Siemens eine Profinet-Anschaltung für das dezentrale Remote-I/O ET200 und Wago ihren Profinet-fähigen Controller.