Zusammen mit Amphenol hat Leoni ein Kabel-Stecker-System für die Datenübertragung des Ultraschall-Scanners entwickelt. Die Vorteile dieser sicheren Anbindungslösung an stationäre und mobile Ultrasound-Diagnoseeinheiten liegen nach Herstelleraussagen in einer höheren Signalintegrität und einer verbesserten Bildqualität. Darüber hinaus glänzt die Kabel-Stecker-Kombination mit hoher Flexibilität, geringem Verschleiß und niedrigen Sys?
temkosten. Der Clou der Leoni-Amphenol-Lösung ist die so genannte Flexmate-Technologie, die den bisher notwendigen PCB-Adapter und die beiden obligatorischen Lötschnittstellen zwischen Motherboard und Steckerbuchse überflüssig macht, ließen die Hersteller aus Friesoythe beziehungsweise aus Heilbronn verlauten. Beide sind sich einig, dass jetzt der Flexprint ganz einfach durch den ZIF-Steckverbinder mit dem Mainboard verbunden wird und somit einen optimierten Signalverlauf gewährleistet, weil Impedanzsprünge und Widerstandserhöhungen ebenso der Vergangenheit angehören, wie die Einkopplung von Störsignalen.
Mit der Anzahl der Komponenten verringern sich gleichzeitig die Montagezeit und der Bauraum für das System, das damit auch den Trend zu immer kleineren Sonografiegeräten unterstützt. Mit Hilfe des eigens konzipierten Drehhebelmechanismusses lässt sich der Kontakt zwischen Stecker und Flexprints fast verschleißfrei herstellen. Das System hält so bis zu 100 000 Steckzyk­len stand. Ein Vorteil vor allem bei mobilen Ultraschallgeräten, die im täglichen Einsatz an wechselnden Orten erheblichen Belastungen ausgesetzt sind, so der O-Ton beider Unternehmen. Das Kabel selbst vermindert die Beanspruchungen für den untersuchenden Arzt, die in der Vergangenheit mitunter zu schmerzhaften Überlastungen der Unterarmmuskulatur, dem so genannten Tennisarm führten. Diese Flexibilität lässt sich durch den Einsatz leichter und dünner Miniaturkoaxkabel erzielen, die mit kurzen Schlaglängen hergestellt werden. (eck)