Klimatisierungslösungen in der Lebensmittelindustrie stellen eine besondere Herausforderung dar.

Klimatisierungslösungen in der Lebensmittelindustrie stellen eine besondere Herausforderung dar. Rittal

Hygiene ist in der Lebensmittelindustrie und verwandten Bereichen ein absolutes Muss. Kontaminationen und Verschmutzungen können im schlimmsten Fall Verbraucher schädigen, was unbedingt vermieden werden muss. Um die Hygiene in lebensmittelverarbeitenden Betrieben zu gewährleisten, ist eine Vielzahl an Normen und Vorschriften zu beachten. Die EHEDG Guidelines bilden eine wichtige Grundlage für die hygienegerechte Konstruktion sämtlicher Anlagen.

Wohin mit der Wärme

Eine besondere Herausforderung stellen Klimatisierungslösungen in der Lebensmittelindustrie dar, wie sie etwa für Schaltanlagen benötigt werden. Beim Einbau eines Filterlüfters entsteht eine Öffnung im Schaltschrank, durch die bei der Reinigung Feuchtigkeit eindringen kann. Filterlüfter müssen daher in solchen Anwendungen durch eine Strahlwasserhaube geschützt werden. Die bessere Option für die Kühlung von Schaltanlagen in der Lebensmittelindustrie ist eine Wasserkühlung. Dadurch kann ein Luftaustausch zwischen Schaltschrank und Umgebung entfallen. Bei Luft/Wasser-Wärmetauschern nimmt das Kühlwasser die Wärmeenergie der Luft im Schaltschrank auf und transportiert sie über den Kühlwasserkreislauf ab. Kühlwasser steht in lebensmittelverarbeitenden Betrieben häufig zentral zur Verfügung. Da außerdem die Umgebungsluft nicht belastet wird, spricht einiges für den Einsatz von Wasserkühlung bei Schaltanlagen. Zur Regelung der Schaltschrankinnentemperatur dient ein thermostatisch gesteuertes Magnetventil im Kühlwasserkreislauf. Ein Radialventilator sorgt für die Zirkulation der kühlen Luft im Schaltschrank.

In der Lebensmittelindustrie sind glatte Oberflächen gefordert, die sich einfach reinigen beziehungsweise desinfizieren lassen.

In der Lebensmittelindustrie sind glatte Oberflächen gefordert, die sich einfach reinigen beziehungsweise desinfizieren lassen. Rittal

Allerdings sind die dazu bislang zur Verfügung stehenden Lösungen in Bezug auf Hygienic Design nicht optimal. So ist die beim Anbau eines Luft/Wasser-Wärmetauschers geforderte glatte Oberfläche beispielsweise nicht gewährleistet, wenn ein Display in der Front integriert ist. Die Verschraubungen entsprechen ebenfalls nicht den Anforderungen des Hygienic Design. Auch wenn der Luft/Wasser-Wärmetauscher im Innern des Schaltschranks eingebaut wird, sind die Verschraubungen von außen sichtbar. Ein weiterer Nachteil: Der im Schaltschrank zur Verfügung stehende Platz verringert sich.

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