Auf die Schnelle

Das Wesentliche in 20 Sek.

  • Große Meldungsmengen jetzt im 19“-Rack erfasst
  • 5-Farben-LEDs sind auch aus der Ferne gut ablesbar
  • Zugleich Unterstation und System zur Fernüberwachung
  • Protokolliert auch einige Tausend Meldungen ≥ 1 ms
Auch wenn es anachronistisch wirkt: In großen Anlagen machen dezentrale Meldezentralen durchaus Sinn, vor allem wenn man dank großer Signalflächen und fünffarbiger Technik mit LEDs schnell den Status 
erfassen kann.

Auch wenn es anachronistisch wirkt: In großen Anlagen machen dezentrale Meldezentralen durchaus Sinn, vor allem wenn man dank großer Signalflächen und fünffarbiger Technik mit LEDs schnell den Status
erfassen kann.
erfassen kann.
erfassen kann. Unitro

Sie gilt als die größte Anlage ihrer Art in Deutschland: Die Shell-Rheinland-Raffinerie verarbeitet im Jahr rund 17 Millionen Tonnen Rohöl mit den entsprechend umfangreichen technischen Versorgungs- und Betriebseinrichtungen. Die komplette technische Infrastruktur überwacht dabei das Zeit-Folge-Meldesystem ZFM von Unitro mit insgesamt 8 000 Status-Meldungen. Das Gesamtsystem besteht aus diversen Unterstationen in 19“-Rack-Bauform und der Scada/Visualisierungssoftware Sissy in der Leitwarte.

Im Rahmen der Windows-Annunciator-Systemfamlie, kurz WA genannt, hat der Störmeldesystemhersteller aus Backnang nun eine innovative Weiterentwicklung im Programm: das ZFM/W. Erstmalig verbaut ist dabei die 5-Farben-LED-Leuchtfeldtechnik auch in der 6HE 20TE-Steckkarte TFM/W32, ausgeführt in der Einbaugröße 19“ mit 32 Meldeeingängen. Diese Steckkartentechnik bietet neben den bisherigen Fronteinbau-Modulen W16 und W40 dem Planer die Möglichkeit, viele Meldungseingänge in kompakten 19“-Racks zu erfassen und zu verarbeiten.

Umfassende Optionen in Sachen Meldeanlagen: Durch die Zeitsynchronisation aller Unterstationen und Zeitstempelung eingehender Meldungen vor Ort lassen sich Meldungs- und Alarmschauer in der Zentrale detailliert strukturieren.

Umfassende Optionen in Sachen Meldeanlagen: Durch die Zeitsynchronisation aller Unterstationen und Zeitstempelung eingehender Meldungen vor Ort lassen sich Meldungs- und Alarmschauer in der Zentrale detailliert strukturieren.

Unitro

Große Mosaike sind vor Ort besser lesbar

Das ZFM/W kann dabei als autarkes Meldesystem eingesetzt werden. Die in den WA-Komponenten verwendete großflächige brillante LED-Lichtleitertechnik mit Einschubstreifen-Beschriftung ist in der Anlage vor Ort von besonderem Nutzen: Der Bediener kann die visuellen Alarme auch aus größerer Entfernung schnell und eindeutig zuordnen. Dank der zur Verfügung stehenden 5 Farben lassen sich die Zustände wie Betriebs-, Warn- und Statusmeldungen selektiv anzeigen.

Darüber hinaus eignet sich das System für die Fernüberwachung in weitverzweigten Anlagen. Zusammen mit dem Scada-System Sissy lassen sich die Meldungen tabellarisch zeitfolgerichtig anzeigen und protokollieren, und zwar mit einer Auflösung von ≥ 1 ms, einschließlich Prozessvisualisierung. Die hohe zeitliche Auflösung wird auch bei einigen Tausend Meldungen erreicht. Verantwortlich dafür ist die Synchronisation aller Unterstationen mit der zentralen Zeitbasis und die Vergabe des Zeitstempels beim Eingang einer Meldung in den Unterstationen. Via TCP/IP werden die Meldungen zur Leitwarte übertragen und können dort vom Scada-System entsprechend der Zeitstempel sortiert werden.

Die Unterstationen sind auch per NFC und APP parametrierbar.

Die Unterstationen sind auch per NFC und APP parametrierbar.

Unitro

Shell modernisiert Störmeldesysteme

Auch bei der anstehenden Modernisierung rüstet Shell auf das ZFM/W-System auf. Beispielsweise ist dieses Störmeldesystem auch für das neue Gaskraftwerk vorgesehen, das die mit Schweröl betriebene Anlage ablöst. Wie die Versionen W16 und W40 hat auch das ZFM/W-Modul Meldeeingänge von 24 bis 220 V AC/DC mit zeitfolgerichtiger Speicherung von 1 000 Ereignissen. Weitere Eigenschaften: Parametrierung über USB-Anschluss oder auch drahtlos per NFC. Die von Unitro erstellte Programmer-App bietet die Möglichkeit, Funktionsparameter auszulesen und gegen Änderung mit einem Passwort zu schützen. Alle Meldefunktionen genügen den Richtlinien DIN 19235 und ISA 18.1 DIN beim Ruhe-Arbeitsstrom. Ansprechverzögerung und Ausgangsrelais lassen sich den Sammelmelde- und Hupen-Ausgängen beliebig zuordnen.

Kommunikation läuft über viele Wege

Für die Kommunikation stehen diverse Kanäle und Protokolle zur Verfügung: Ethernet TCP/IP, Lon-Bus für die Einbindung der Gebäudeleittechnik sowie SMTP-Email-Fernalarmierung auf Smartphones mit Quittierung der Meldung. Ebenfalls möglich: eine integrierte Webpage zur Fernüberwachung per Prozessvisualisierung.

Wegen ihrer Multifunktionalität und Netzwerkfähigkeit eignen sich diese Komponenten speziell für den Bereich Condition- und Facility-Monitoring in der Industrie und im kommunalen Bereich im Kontext von Industrie 4.0.