Dieser Wert ist der beste seit Juli 2011, liegt aber immer noch unter dem historischen Mittelwert der Konjunkturerwartungen von 24,5 Punkten. Die gestiegenen ZEW-Konjunkturerwartungen deuten darauf hin, dass Deutschland in den nächsten sechs Monaten kein weiterer konjunktureller Abstieg, sondern eine Stabilisierung der Konjunktur auf dem derzeitigen Niveau bevorsteht. Zu dieser Einschätzung dürften unter anderem die verbesserten Wirtschaftsdaten aus den USA sowie die zuletzt gesunkenen Renditen von spanischen und italienischen Staatsanleihen beigetragen haben.

„Die Einschätzung der Finanzmarktexperten gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus, dass es sich entgegen wiederholt vorgebrachten Warnungen vor einer Rezession lediglich um eine Konjunkturdelle handelt. Zur Aufhellung mögen die großzügige Liquiditätsversorgung durch die EZB und die vergleichsweise günstige Refinanzierung Italiens und Spaniens beigetragen haben. Dessen ungeachtet stellt die Entwicklung der Schuldenkrise nach wie vor ein Risiko dar“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. Dr.  Wolfgang Franz.

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich leicht verbessert. Der entsprechende Indikator steigt im Januar um 1,6 Punkte und notiert nun bei 28,4 Punkten. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Januar um 21,6 Punkte gegenüber dem Vormonat gestiegen und liegen nun bei minus 32,5 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum ist um 7,7 Punkte gefallen und liegt nun bei minus 51,8 Punkten.