Die zentralen Ergebnisse im Überblick

Die zentralen Ergebnisse im Überblick PwC

Der Blick auf die Weltwirtschaft hat sich im Vergleich zu Beginn des Jahres ebenfalls eingetrübt: Nur noch 44 Prozent der befragten Unternehmen blicken optimistisch auf die globale Konjunkturentwicklung. Im Vorquartal waren noch die Hälfte, zum Jahreswechsel rund zwei Drittel der Befragten dieser Ansicht. Dies geht aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC für das zweite Quartal 2018 hervor.

„Der deutsche Maschinenbau hat zuletzt eine beispiellose Wachstumsphase erlebt. Auch wenn ein Ende des Wachstums noch nicht in Sicht ist, hängen die Strafzollpolitik der USA und das noch nicht gebannte Risiko eines Handelskrieges zwischen den USA auf der einen und der EU sowie China auf der anderen Seite wie ein Damoklesschwert über der Branche“, erklärt Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries & Innovation bei PwC. Diese Unsicherheit spiegelt sich in den deutlich nach unten angepassten Umsatzerwartungen wider: Für die Gesamtbranche prognostizieren die 100 befragten Manager ein Wachstum von 3,8 % in 2018 (Vorquartal: 4,8 %), für das eigene Unternehmen 6,2 % (Vorquartal: 8,0 %). Gleichzeitig sprechen die im Rahmen der Umfrage erhobenen Erwartungen zur Markt- und Unternehmensentwicklung weiterhin eine überwiegend positive Sprache: Lediglich 8 % der Befragten rechnen mit kurzfristig sinkenden Gewinnmargen, nur 3 % mit sinkenden Preisen. Insgesamt liegt die derzeitige Auslastungsquote bei über 93 % – rund zwei Drittel der Unternehmen arbeiten am Kapazitätslimit.

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Mehr als zwei Drittel der Befragten blicken zwar weiterhin positiv auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Gegenüber dem Vorquartal ist ihr Anteil jedoch um 17 Prozentpunkte gesunken. Mit 68% befindet sich der Anteil der Optimisten zudem auf dem niedrigsten Stand seit Ende des Jahres 2016.
In Bezug auf die Entwicklung der globalen Ökonomie nehmen die kritischen Stimmen zu. Deren Anteil steigt von 10% auf 16%. Der Rückgang der Optimisten fällt mit sieben Prozentpunkten allerdings deutlich geringer aus als bei der Einschätzung der deutschen Konjunktur
Die sich eintrübende Stimmung zeigt sich auch bei der Einschätzung der Umsatzentwicklung für die Gesamtbranche: Gegenüber dem Vorquartal sinkt die durchschnittliche Wachstumserwartung um einen Prozentpunkt auf 3,8%. Zuletzt lag der Wert zu Beginn des Jah res 2017 auf einem vergleichbar niedrigen Niveau.
Die sich eintrübende Stimmung zeigt sich auch bei der Einschätzung der Umsatzentwicklung für die Gesamtbranche: Gegenüber dem Vorquartal sinkt die durchschnittliche Wachstumserwartung um einen Prozentpunkt auf 3,8%. Zuletzt lag der Wert zu Beginn des Jah res 2017 auf einem vergleichbar niedrigen Niveau.
Bezüglich der Gewinnmarge sind die Befragten mehrheitlich positiv gestimmt. Sie nehmen für das nächste Quartal überwiegend ei ne steigende oder konstante Gewinnmarge an.
Knapp zwei Drittel der befragten Maschinenbauer erwarten steigende Kosten. Dies sind elf Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Möglicherweise sind hier bereits die Kosten für teurer werdende Komponenten (Import) oder steigende Zölle eingerechnet.
In den Preisen für Maschinen und Erzeugnisse werden mögliche Kostensteigerungen jedoch mehrheitlich nicht eingerechnet. Im  Gegenteil: Gegenüber dem Vorquartal ist der Anteil der Befragten, die mit steigenden Verkaufspreien rechnen, um sieben Prozen tpu nkte  zurückgegangen. Mit  rund zwei Dritteln schätzt die überwiegende Mehrheit die Preise als stabil ein
Ähnlich wie im Vorquartal rechnet über die Hälfte der Befragten mit gleichbleibenden Investitionen.
Mit durchschnittlich über 93% befindet sich die Kapazitätsauslastung der befragten Unternehmen auf einem ungebrochen hohen Ni vea u. Fast zwei Drittel der Unternehmen sind weiterhin am Auslastungslimit.
Der Mangel an Fachkräften bereitet den Befragten weiterhin Kopfzerbrechen und gilt als größtes Wachstumshindernis der Branche. Darüber hinaus sehen viele Befragte die politischen Entwicklungen im Ausland als kritischen Punkt (71%), gefolgt von steigend en Kosten. Gegenüber dieser Top 3 fallen andere Hindernisse wie Regulierung und Wettbewerbsdruck deutlich zurück.
Die Befragten schätzen den Digitalisierungsgrad in ihrem Unternehmen in den Bereichen Beschaffung, F&E und Vertrieb am höchsten ein. Andere B ereiche wie Logistik und Service hinken hinterher. Auffällig ist, dass gerade das Herzstück der Betriebe, die Produktion, die unter starkem Digitalisierungsdruck steht und deren Effizienz maßgeblich von Smart Manufacturing Applikationen abhängt, vergleichsweise unterdigitalisiert erscheint. Hier hat der Maschinenbau immer noch deutlichen Nachholbedarf.
Der Jahresvergleich zeigt: Die Bereiche F&E, Lagerung und Produktion/Montage haben in ihrem Digitalisierungsgrad am stärksten zugelegt. Dies lässt darauf schließen, dass die befragten Maschinenbauer den Nachholbedarf in Sachen Smart Manufacturing erka nnt haben. Zudem zeigt es wieder einmal: Die Digitalisierung ist ein Marathon, kein Sprint.
Vor dem Hintergrund der wenig digitalisierten Produktion ist es bemerkenswert, dass vor allem Robotics , Big Data und Internet of Things als wesentliche Zukunftstechnologien der Branche gelten. Künstliche Intelligenz und Cloud Anwendungen besitzen laut den Befragten ebenfalls noch ein gewisses Einflusspotenzial. Im Gegensatz dazu kommen Blockchain und Drohnen nicht über den Status von Nischentechnologien hinaus. Auffällig ist, dass lediglich jeder Zehnte dem Thema Cyber Security hohes Potenzial bei misst.
Das PwC Maschinenbau -Barometer ist die Auswertung einer vierteljährlichen Panelbefragung unter Führungskräften des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus.

Digitalisierung kommt nur schleppend voran

Die digitale Transformation des Maschinenbaus schreitet weiterhin langsam voran. Zwar geben die Befragten in allen Unternehmensbereichen Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr zu Protokoll – allerdings mit deutlichen Unterschieden. So schätzt jeweils mehr als die Hälfte der Befragten die Bereiche Beschaffung (57 %, Vorjahr: 54 %), Forschung und Entwicklung (53 %, Vorjahr: 46 %) sowie Vertrieb (53 %, Vorjahr: 49 %) in ihrem Unternehmen mittlerweile als hoch digitalisiert ein. Beim Service sind es hingegen nur knapp über ein Drittel (36 %, Vorjahr: 35 %), beim Transport und der Logistik (30 %, 26 %) sowie der Produktion (31 Prozent, Vorjahr: 26 %) sogar weniger als ein Drittel.

Roboter wichtigste Zukunftstechnologie – Sicherheitsrisiken werden vernachlässigt

Gefragt nach den Zukunftstechnologien, die den Maschinenbau am meisten verändern werden, nennen die meisten Befragten die Themen Robotics und Data Analytics (jeweils 45 %) gefolgt vom Internet der Dinge (41 %) und Künstlicher Intelligenz (35 %). „Das Management von Cyber Risiken eine immer wichtigere und prägende Rolle spielen, um das eigene Geschäft zu schützen,“ sagt Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries & Innovation bei PwC. Aber genau hier fehle es vielen Unternehmen noch an der nötigen Sensibilisierung. Tatsächlich geben nur zehn Prozent der Befragten an, dass sie das Thema Cyber Security als einen zentralen Veränderungsfaktor für die Branche wahrnehmen. Lediglich Drohnen (8 %) und Blockchain (7 %) fallen noch weiter zurück.