Der taiwanesische Anbieter von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Noodoe, will nach Informationen von all-electronics Geschäftsbeziehungen mit deutschen Automobilherstellern eingehen.

Noodoe-Chairman John Wang im Gespräch mit emobility tec-Redakteur Gunnar Knüpffer

Noodoe-Chairman John Wang (links) im Gespräch mit emobility tec-Redakteur Gunnar Knüpffer. Taitra

Bisher hat das Unternehmen, das von Chairman John Wang geleitet wird, vor allem internationale Hotelketten wie Hilton, Hyatt und Sheraton sowie Versicherungsunternehmen auf seiner Kundenliste stehen.

„Wir sprechen mit Autoherstellern, die ihr Headquarter in Deutschland haben“, sagte Wang in Taipei im Gespräch mit all-electronics. Noodoe will sich mit seinem Angebot für eine Ladestruktur von Konkurrenten vor allem dadurch abheben, dass sich Kunden nicht registrieren müssen, dass sie einfach mit dem Smartphone bezahlen können und dass es eine Echtzeit-Unterstützung für Service-Personal gibt.  Ferner lässt sich der Betrieb und die Analyse der Ladevorgänge zentral durch eine Management-Software überwachen, die über die Cloud betrieben wird.

Noodoe will mit seinem Geschäftsmodell dazu beitragen, dass Parkplätze zu profitablen Ladestationen werden. Hotels sollen mit dem Ladeangebot gut verdienende Kunden anlocken und Regierungen und Energie-Unternehmen sollen beim Aufbau von Smart Citys Unterstützung finden.

Gegründet wurde der Ladeinfrastruktur-Anbieter 2013 von dem ehemaligen Chief Marketing Officer von HTC, Wang. Dieser spielte bei HTC eine wichtige Rolle bei der Kooperation mit Google bezüglich des Launches von Android. Zuvor war Wang, der einen MBA der Harvard Business School sowie einen Bachelor in Elektrotechnik vom MIT hat, CEO der Quickdot Corporation, Gründer von I-Market sowie Produktmanager bei Lotus Development.