HID-Lampen bieten für Flutlichtanlagen einen hohen Lichtfluss und eine hohe Lichtqualität. Elektrische und optische Probleme lassen sich mit diesen Lichtquellen (Bild 1) für die Entwickler von Flutlichtanlagen leicht lösen. Es gibt jedoch Anzeichen für einen Wandel hin zu aktuellen und optimierten LEDs und Treiberlösungen.

Bild 1: Die herkömmliche Lösung für Flutlicht: HID-Lampen, hier ovn Philips Lighting.

Bild 1: Die herkömmliche Lösung für Flutlicht: HID-Lampen, hier von Signify (vormals Philips Lighting). Future Electronics

So hat beispielsweise Signify (vormals Philips Lighting) mit ihrer Installation von LED-Leuchten für das Spielfeld der Ekaterinburg-Arena in Jekaterinburg, eines der Stadien zur Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Rußland, Schlagzeilen gemacht. Im Folgenden betrachtet der Beitrag, welche Faktoren die Umstellung auf LEDs in Flutlichtanlagen für Sporteinrichtungen begünstigt und wie sich eine LED-Leuchte von einer HID-Lampe unterscheidet.

Hohe Kosten beim HID-Austausch

Es gibt zwei gute Gründe, aus denen die Betreiber von Stadien und Arenen den HID-Lampen nicht nachtrauern sollten. Der erste Grund ist die kurze Lebensdauer der Lampen: ihre typische B50-Lebensdauer (MTBF) beträgt nur 5000 Stunden. Das bedeutet, dass die Leuchtmittel bei HID-Flutlichtanlagen häufig erneuert werden müssen. Und da sich die auszutauschenden Leuchtmittel in Höhen bis zu 25 m auf einem schlanken Mast befinden, sind spezielle Zugangs- und Sicherheitsausrüstung sowie qualifizierte Techniker notwendig – all dies zu erheblichen Kosten.

Der andere große Nachteil von HID-Lampen ist ihr Verhalten bei unerwarteten Abschaltungen, wenn beispielsweise ein Stromkreis in einem Stadion ausfällt. HID-Lampen benötigen vor dem Wiedereinschalten eine Abkühlphase von 10 bis 15 Minuten und brauchen danach 5 Minuten, um wieder ihre volle Helligkeit zu erreichen. Die lange Phase der Dunkelheit und nur schwachen Beleuchtung kann katastrophale Folgen haben. Wenn während eines ausverkauften Spiels der Strom ausfällt, wird es äußerst schwierig, die Sicherheit und Ordnung in einem dunklen Stadion mit Zehntausenden Besuchern aufrechtzuerhalten.

Eine Lichtquelle auf LED-Basis beseitigt beide Probleme. Die Lebensdauer einer LED-Lichtquelle in einer Flutlichtanlage hängt von der Implementierung ab, liegt jedoch gewöhnlich im Bereich von 50.000 bis 100.000 Stunden. Außerdem leuchten LEDs sofort mit voller Helligkeit, wenn sie eingeschaltet werden oder die Spannungsversorgung nach einem Ausfall wiederhergestellt wird.

Der Wirkungsgrad einer LED-Lichtquelle liegt gewöhnlich bei über 120 lm/W – die HDI-Lampe bringt es auf gerade einmal 90 lm/W. Außerdem lassen sich LEDs ohne den für HID-Leuchten notwenigen Hochspannungsimpuls von 5 kV starten. Zusätzlich lassen sich LED-Leuchten bis zu sehr niedrigen Helligkeiten dimmen – sehr praktisch bei der Energieeinsparung durch Daylight Harvesting. Da LEDs verzögerungsfrei ein- und ausschaltbar sind, besteht die Möglichkeit der Erzeugung dynamischer Lichteffekte in Stadien.

 

LED-Flutlichtanlagen für den Profisport bedürfen einer sorgfältigen Planung. Was dabei genau zu beachten ist, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

Seite 1 von 41234