Positionierung der Hochleistungstreiber

Zwei wichtige Faktoren bestimmen die Auswahl des LED-Treibers. Zum Ersten liefert der Treiber eine hohe Leistung – beispielsweise in Stadien für den Profifußball häufig über 500 W. Kein Treiber hat einen Wirkungsgrad von 100 Prozent und die Verlustleistung des Treibers fällt als Wärme an. Ein 500-W-Treiber mit einem hohen Wirkungsgrad von 95 Prozent erzeugt so 26 W an Verlustwärme. Ohne geeignete Maßnahmen führt dies schnell dazu, dass die thermische Schutzschaltung des Treibersystems anspricht. Im Auge behalten sollte der Entwickler zusätzlich das externe Wärmemanagement.

Bild 3: Die LED-Treiber der EFD-1K2SxxxDV-Serie von Inventronics sind durch ihr geringes Gewicht eine gute Wahl für Flutlichtanlagen.

Bild 3: Die LED-Treiber der EFD-1K2SxxxDV-Serie von Inventronics sind durch ihr geringes Gewicht eine gute Wahl für Flutlichtanlagen. Future Electronics

Der zweite Punkt bei der Auswahl des Treibers ist das Gewicht. Je leichter die Leuchte ist, desto schlanker kann der Mast sein oder desto geringer sind die Anforderungen an die Tragfähigkeit, falls die Beleuchtung auf dem Tribünendach montiert wird. Die 1,2-kW-LED-Treiber der Serie EFD-1K2SxxxDV von Inventronics sind beispielsweise eine ausgezeichnete Wahl für Leuchten mit hoher Lichtleistung. Mit ihren 6,6 kg (Bild 3) wiegen sie weniger als eine entsprechende Spannungsversorgung aus mehreren Treibern mit geringerer Nennleistung.

Abgesetzte Treibermontage

Alternativ zur Montage des Treibers oben am Mast in der Nähe der LED kann er auch am Fuß des Masts angebracht werden. Wegen der langen Leitungswege der Steuersignale zwischen einem abgesetzten Treiber und den LEDs kann die abgesetzte Montage jedoch den Betrieb der Rückkopplungsschleife stören und die Stabilität der Leistungsabgabe beeinträchtigen, was in der Folge zu wahrnehmbaren Schwankungen der Lichtleistung führt. Außerdem muss der Entwickler den Spannungsabfall auf dem Kabel berücksichtigen und sich mit den Anforderungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) auseinandersetzen.

Bei der Auswahl der LED-Treiber sollten die Entwickler von Flutlichtanlagen auf hohen Masten außerdem die Spezifikationen zur Welligkeit am Ausgang im Auge behalten, die zum Flackern der Beleuchtung führt und bei Fernsehübertragungen ein besonders kritischer Faktor ist. Sie sollte weniger als zwei Prozent betragen. Außerdem sind unbedingt alle denkbaren Betriebsbedingungen zu berücksichtigen, insbesondere das Einschaltverhalten bei kaltem Wetter. Der Spannungsabfall in Durchlassrichtung ist bei kalten LEDs höher als bei der normalen Betriebstemperatur. Der Entwickler sollte bei der Spezifizierung der Ausgangsspannung des Treibers erhebliche Reserven oberhalb des im Normalbetrieb erwarteten Werts vorsehen.

Die Auswahl der Dimmerschnittstelle für dynamische Lichteffekte – also Blinken oder rhythmisches Dimmen – ist ebenfalls wichtig. Hersteller der Leuchten bevorzugen die DMX-Steuerung wegen ihrer im Vergleich zu Dali schnelleren Reaktion. Nur wenige Hochleistungstreiber verfügen jedoch über eine DMX-Schnittstelle. Deshalb sind Wandler von DMX nach 0 bis 10 V, wie der CNV-DMXR von Inventronics, so wertvoll.

 

Die Auslegung der Optik für die Flutlichtanlage behandelt der Artikel auf der nächsten Seite.

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