Die Mitglieder der Osram-Duris-Familie stellen Systementwicklern und Leuchtenherstellern LED-Optionen, Leistungsklassen, Lumenpakete und Außenabmessungen zur Verfügung, mit denen sich bestehende Installationen weiter nutzen lassen. So lässt sich ein einziges Systemdesign an unterschiedliche Einsatzbereiche anpassen. Während die Duris E-Serie (Bild 1) vornehmlich den kostensensiblen Verbrauchermarkt bedient, eignet sich die Duris P-Serie aufgrund ihrer langen Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden besonders für professionelle Applikationen. LEDs aus der Duris S-Serie (Bild 2) eignen sich speziell für lichtintensive Anwendungen.

Die Duris E-Serie bedient vornehmlich den kostensensiblen Verbrauchermarkt.

Bild 1: Die Duris-E-Serie bedient vornehmlich den kostensensiblen Verbrauchermarkt. Osram Opto Semiconductors

Ausschlaggebend für die Langlebigkeit und die vielseitigen Anwendungsbereiche der LEDs ist das Zusammenspiel ihrer technologischen Eigenschaften. Während bestimmte Materialien die verschiedenen Wellenlängen des Lichts bestimmen – zum Beispiel InGaN (Indium-Gallium-Nitrid) für blaues oder InGaAIP (Indium-Gallium-Aluminium-Phosphid) für gelbes und rotes LED-Licht – ist die Anordnung der Chips entscheidend für die Lichtabgabe.

LEDs auf Basis oberflächenmontierter Bauelemente (Chip Array SMD) lassen sich parallel oder in Reihe geschaltet auf Leiterplatten löten oder mittels Chip-on-Board-Technologie (CoB) direkt auf das Trägermaterial auftragen. Dies erzeugt ein homogenes Licht mit hoher Intensität. Die Qualität, Widerstandsfähigkeit und Verarbeitung der Leitermaterialien – insbesondere des Bonddrahts an der Kathode – sorgen indes für die notwendige Robustheit und maximale Stromleitfähigkeit. CAS-Lösungen, zum Beispiel Duris S8 und Duris S10, setzen in punkto Kompaktheit neue Maßstäbe im Bereich professioneller Lichtlösungen für den Innenbereich und ermöglichen Leuchtenherstellern die Entwicklung direktionaler Lampen über eine einzige Lichtquelle.

LEDs aus der Duris S-Serie eignen sich speziell für lichtintensive Anwendungen.

Bild 2: LEDs aus der Duris-S-Serie eignen sich speziell für lichtintensive Anwendungen. Osram Opto Semiconductors

Weißes LED-Licht in verschiedenen Farbtemperaturen

Konverter und wärmewiderstandsfähige Leuchtstoffen unterstützen zusätzlich die Leuchtstärke der LEDs und erweitern das ursprünglich schmalbandige, blaue Lichtspektrum, was weißes LED-Licht in verschiedenen Farbtemperaturen ermöglicht. Lichtfarben und Farbtemperaturen bis 3000 K erzeugen ein warmes, wohnliches Licht, während die häufig in Büros eingesetzte Tageslicht-Atmosphäre ab etwa 4000 K erzielt wird.

Je nach Einsatzbereich lassen sich LEDs mit einer zusätzlichen optischen Linse versehen, die zunächst das Licht vom Chip und Konverter einkoppelt und es dann an die Umgebung abgibt. Das Material der Optik lässt sich individuell auf das Einsatzumfeld abstimmen, um beispielsweise resistent gegen Feuchtigkeit, mechanische Belastung oder Chemikalien zu sein.

Ein weiterer, elementarer Faktor für die Lebensdauer von LEDs sind deren Kühlung sowie der thermische Widerstand. Entscheidende Kriterien sind hier das Design der Leiterplatte und des Lötpads. Je wärmeleitender die Fläche des Pads, desto besser die Kühlung. Gehäusematerialien beziehungsweise Grundsubstrate aus Keramik oder Kunststoff verbessern hingegen die thermische Stabilität. Darüber hinaus lässt sich das gesamte LED-Modul mit passiven Kühlkörpern (zum Beispiel aus Aluminium) oder aktiven Kühlsystemen ausstatten, um die Temperatur konstant niedrig zu halten.

Retrofitting-Konzept eröffnet enormes Marktpotenzial

Ob als Premium-Hochleistungsmodell mit erhöhter Lebensdauer oder als Retrofit-Lampe für preisbewusste Konsumenten sind LED-Lösungen mit Eigenschaften wie hohe Energieeffizienz und niedrige Fehlerquote heute bei Preis und Leistung gegenüber traditionellen Leuchtmitteln mehr als wettbewerbsfähig und bieten gerade mit dem Retrofitting-Konzept ein enormes Marktpotenzial für Lichtsystemdesigner.

Aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrungen bei unterschiedlichen LED-Typen ist es Osram Opto Semiconductors gelungen, ein enormes Marktpotenzial freizusetzen. Und mit Smart Lighting steht bereits der nächste Trend auf dem LED-Markt in den Startlöchern: Leuchten mit roten, grünen und blauen LEDs erlauben flexible Farbvarianzen je nach Präferenz des Anwenders, während intelligente Sensoren und Module eine gezielte Helligkeitssteuerung ermöglichen. Auch Leuchtkörper mit Remote-, Infrarot-, Bluetooth- oder Internet-Anbindung sind im Zeitalter von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge längst keine Zukunftsvision mehr.

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