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In einer neuen LED OP-Leuchte sind 52 LED-Platinen verbaut, von denen jede einzelne mit einem Datamatrix-Code gekennzeichnet ist.
Die wichtigsten Bauteile der OP-Leuchten werden mit Datamatrix-Codes versehen.
Jedes Bauteil lässt sich mit dem Code-Leser eindeutig identifizieren.
Das kabellose ID-Lesegerät arbeitet auch als stationärer Scanner.

Die Basis für die lückenlose Rückverfolgbarkeit aller Herstellungsschritte und Produktkomponenten beim OP-Leuchten-Hersteller sind die ID-Lesegeräte Dataman 8100 von Cognex, die Datamatrix-Codes auf zentralen Bauteilen lesen. Denn so einfach beispielsweise die LED-Leuchte ‚Chromophare‘ von außen aussieht, so aufwendig ist ihr Innenleben: Rund um den tiefgezogenen Kunststoff-Reflektor versehen insgesamt 52 LED-Platinen mit speziell entwickelten Linseneinheiten ihren Dienst. Jede der Platinen hat mit einem eigenen Datamatrix-Code. Vor dem Einbau liest ein ID-Lesegerät den Code jeder einzelnen LED-Einheit, der so dem virtuellen Lebenslauf der OP-Leuchte hinzugefügt wird. Damit lässt sich bei eventuellen Fehlern die Produktcharge der gelieferten Platinen genau ermitteln. Mängel von Zulieferprodukten kann der Leuchtenhersteller so genau lokalisieren und Rückrufaktionen in die Wege leiten.

OP-Leuchten weltweit rückverfolgen

Die Mitarbeiter in der Montage dokumentieren jeden Arbeitsschritt am PC. Sie versehen wichtige Bauteile vor dem Einbau mit einem Datamatrix-Code und prüfen ihn mit dem ID-Lesegerät, genauso wie die Codes der Zulieferteile. Erst nach dem Scan akzeptiert das System den Arbeitsschritt als tatsächlich durchgeführt und der Mitarbeiter kann den darauffolgenden angehen. „Auf diese Weise stellen wir sicher, dass wirklich jedes Bauteil montiert wurde und wir wissen genau, welche Komponente sich in welcher OP-Leuchte befindet“, sagt Peter Rönnberg, Prozessingenieur bei Berchtold. So sieht das Unternehmen wann, wo, wie und mit welchen Teilen eine Leuchte hergestellt wurde – bis an ihr Lebensende. Mit Doubletten der wichtigsten Codes auf den Umverpackungen der Leuchten sorgt das Unternehmen zusätzlich für einen transparenten und rückverfolgbaren Logistikprozess, der sich jederzeit überprüfen lässt.

Nach der abschließenden Kalibrierung der Leuchten werden die eingestellten Werte dem Datensatz des jeweiligen Produkts zugeordnet. Jetzt verfügt jede OP-Leuchte über eine detaillierte und geschlossene Dokumentation des gesamten Herstellungsprozesses. bei der hohen Anzahl gelesener Codes gibt es keinen Spielraum für menschliche Handhabungsfehler. „Und sollte doch unerwartet ein Fehler auftauchen, so können wir durch den Zugriff auf unsere weltweit verfügbare Datenbank in kürzester Zeit das Produkt identifizieren und angemessen reagieren“, betont Peter Rönnberg.

Einfach flexibel arbeiten

Für die ID-Lesegeräte hat sich Berchtold aufgrund ihrer Robustheit, der hohen Lesesicherheit und der schnurlosen Datenübertragung entschieden. Die Lesegeräte erkennen 1D- und 2D-Codes fehlerfrei – unabhängig von Größe, Qualität, Druckverfahren oder Oberfläche. Auch mit den gerade einmal fünf mal fünf Millimeter kleinen Datamatrix-Codes auf den LED-Platinen werden sie fertig – obwohl diese nur schwer lesbar auf Lötmasse aufgebracht sind. Ausschlaggebend war für Rönnberg auch die flexible Verwendung als mobiles oder stationäres ID-Lesegerät. „Wir haben Arbeitsschritte, da ist es einfacher, die Platine zum Codelesen unter einen stationären Scanner zu halten,“ erklärt der erfahrene Prozessingenieur, „Es ist gut, dass wir das mobile Lesegerät per Halterung zum stationären ID-Leser umwandeln können.“ Darüber hinaus sind die Lesegeräte der Serie 8000 laut Hersteller die einzigen tragbaren industriellen Barcode-Lesegeräte mit Industrial-Ethernet-Anschluss und der modernen Flüssiglinsen-Technologie. Sie vereinfacht die Handhabung zusätzlich und bietet eine flexible Feldtiefe.

Technik im Detail

Flüssiglinsentechnik

Für das schnelle Lesen von 1D- und 2D-Codes entwickelte Cognex die mit Bildsensoren ausgerüsteten ID-Lesegeräte der Produktfamilie Dataman. Der Dataman 8000 ist das erste ID-Lesegeräte, das mit der Flüssiglinsen-Technologie ausgestatten ist. Bei dieser Technik wird durch die Einwirkung einer elektrischen Ladung direkt auf die Flüssiglinse und der daraus folgenden Verformung die Brennweite laufend per Software gesteuert. Diese Optik bietet einen hohen Feldtiefen- und einen großen Sichtfeldbereich. Da sie über keine beweglichen Teile verfügt, die im Einsatz versagen können, ist sie robust und resistent gegen Stöße, Vibrationen und Verschleiß. Bei wechselnden Abständen fokussiert die Optik schnell und vereinfacht damit die Handhabung.