Die im Projekt Open Licht entwickelten Lösungen beinhalten unter anderem den Prototyp eines intelligenten Beleuchtungssystems, das auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert. Es passt das Licht im Raum automatisch an die jeweilige Position und Aktivität des Nutzers an, lernt die Präferenzen der Person und kann bis zu einem gewissen Grad auch auf bisher nicht erlernte Gegebenheiten reagieren.

Im Projekt Open Licht wurde eine intelligente Lichtlösung entwickelt, die ohne Internetanschluss auskommt. Das dafür entwickelte Open-Source-Gateway basiert auf Infineons TPM und einem Raspberry Pi.

Im Projekt Open Licht wurde eine intelligente Lichtlösung entwickelt, die ohne Internetanschluss auskommt. Das dafür entwickelte Open-Source-Gateway basiert auf Infineons TPM und einem Raspberry Pi. Infineon

Basis der Lösungen sind Open-Source-Ansätze wie openHAB, ein Smart-Home-System und Machine-Learning-Bibliotheken. Durch Nutzung frei verfügbarer Entwicklungsumgebungen, Software-Frameworks und kostengünstiger Hardwarelösungen sind die Integration unterschiedlichster Sensordaten und die Weiterentwicklung der bisherigen Ergebnisse durch die Community möglich. Intelligentes Licht-Design hält immer mehr Einzeug ins Smart Home und soll den Menschen vollautomatisiert durch den Alltag begleiten. Derzeitige Ansätze laufen meist nur teilautomatisiert und sind vergleichweise umständlich zu programmieren. Zudem ist auch oft die Privatsphäre nicht gewahrt und die Systeme verbrauchen unnötig Strom, da die Nutzung der Beleuchtung nicht optimal an die Bedürfnisse des Nutzers angepasst ist.

Smarte Lösungen mit künstlicher Intelligenz

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im lokalen Netzwerk schafft Lichtlösungen, die zugleich sicher und nachhaltig sind sowie die Privatspäre des Nutzers schützen. Die KI agiert dabei auf einem nach außen abgeschlossenen System, das nicht mit dem Internet verbunden sein muss. Dazu wurde ein Open-Source-Gateway entwickelt, das auf einem Raspberry Pi und einem Trusted Platform Module (TPM) von Infineon basiert. Damit ist es nicht notwendig, die Daten in die Cloud zu schicken, sondern die Datenverarbeitung geschieht lokal.

Die im Projekt entwickelten Softwarelösungen sind auf Github veröffentlicht. Neue Lichtideen sind als Do-It-Yourself-Projekte aufbereitet und stehen zum Nachbauen auf Plattformen wie Thingiverse oder Hand-im-Glück zur Verfügung.

Open Licht wurde vom BMBF mit dem Ziel gefördert, neue Formen der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft mit der Maker- und Gründerszene zu ermöglichen. Betreut wurde das Projekt federführend von Infineon in enger Zusammenarbeit mit Bernitz Electronics, der Technischen Hochschule Deggendorf und der Technischen Universität Dresden.