Ausblick

Bild 5: Schematische Darstellung von Sensorvarianten mit verschiedenen Öffnungswinkeln und Reichweiten. 3D-Flash-Lidar Continental

Bild 5: Schematische Darstellung von Sensorvarianten mit verschiedenen Öffnungswinkeln und Reichweiten. Continental

Die hohe Auflösung und Echtzeitfähigkeit des 3D-Flash-Lidar-Verfahrens ermöglichen in Kombination mit Radar- und Kamerasensoren, Komfort und Sicherheit durch hochautomatisiertes Fahren zu steigern. Die Industrialisierung der Sensoren für das 3D-Flash-Lidar-Verfahren ist weit vorangeschritten und bewegt sich schnell in Richtung von Produktionsmustern. Je nach Abschluss der Serienentwicklung wird die Serienproduktion voraussichtlich 2020 beginnen. Da der Öffnungswinkel allein von der Gestaltung des aus einem Diffusor und einer Linse bestehenden optischen Systems abhängt, ist es möglich, verschiedene Varianten sehr einfach herzustellen und so eine Kostenreduktion zu beschleunigen. Ein sehr weiter Öffnungswinkel limitiert allerdings die Reichweite, da die Menge der mit jedem Puls ausgesendeten Photonen stets identisch ist. In der Praxis ist davon auszugehen, dass Sensoren verschiedener Reichweite und Öffnungswinkel zum Einsatz kommen – je nachdem, in welchem Umfeld die hochautomatisierte Fahrt erfolgen soll (Bild 5). Die übrigen technischen Komponenten wie Laserquelle, Infrarot-Detektor sowie die Hardware für Ansteuerung und Auswertung müssen für die Darstellung der Sensorvarianten nicht geändert werden.

Bild 6: Der 3D-Flash-Lidar-Sensor existiert bereits als Prototyp.

Bild 6: Der 3D-Flash-Lidar-Sensor existiert bereits als Prototyp. Continental

Sobald sich Serienfahrzeuge mit 3D-Flash-Lidar-Sensoren im Straßenverkehr bewegen, besteht die Option, die erzeugten Daten über die Straßenbeschaffenheit mit anderen Verkehrsteilnehmern oder den für den Straßenbau zuständigen Behörden zu teilen. Denn die Auflösung des dreidimensionalen Bildes ist hoch genug, um jedes einzelne Schlagloch sicher zu detektieren. Sofern die entsprechende Kommunikationsinfrastruktur bereit steht, ist der Datenaustausch im Verbund mit anderen Continental-Technologien nahezu in Echtzeit möglich,.

Die 3D-Flash-Lidar-Technologie ist nicht nur für den Einsatz in Straßenfahrzeugen interessant. Wo immer eine genaue dreidimensionale Detektion des Umfeldes notwendig ist, bietet sich das neue Sensorkonzept an. So hat Continental versuchsweise Drohnen eines Energieversorgers mit 3D-Flash-Lidar-Sensoren ausgestattet. Sie ermöglichen es, bei einem Stromausfall in entlegenen Gebieten rasch zu detektieren, wo genau die Unterbrechung der Leitung – etwa durch einen umgestürzten Baum – erfolgt ist. Dabei ist die Unabhängigkeit von den Sichtbedingungen ebenso von großem Vorteil wie das geringe Gewicht und die Portabilität.

Ob auf der Straße oder „off road“: Die 3D-Flash-Lidar-Sensoren stellen eine wichtige Basisinnovation für die Mobilität der Zukunft dar, die zunehmend von hochautomatisierten oder gar autonomen Systemen geprägt sein wird.

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