Eckdaten

Die Fallstudie Schleißheimer zeigt exemplarisch den Wandel des Lizenzmanagements von einem reinen Verschlüsselungs-Code hin zu einer software- und optional auch hardwarebasierten Sicherheitsfunktion für Applikationen, die auf vernetzten Systemen betrieben werden – seien es Arbeitsplatzrechner von Entwicklern oder auch das Target-System Auto. Aufgrund des stetigen Wandels ist Flexibilität in beiden Applikationsfeldern gefordert. Professionelle Lizenzmanagementsysteme liefern für jeden dieser Anwendungsfälle entsprechende Funktionalität Of-the-Shelf.

Eine hohe Flexibilität und umfassender Funktionsumfang bei höchsten Sicherheitsstufen werden aber nicht nur für klassische Software zur Automobilentwicklung gefordert sondern noch deutlich mehr beim Target-System Auto. Gewinnt nämlich die Software gegenüber der Hardware Auto zunehmend an Gewicht – beispielsweise für Connected-Car-Applikation oder autonomes Fahren – wird die Hardware homogener und weniger wichtig. Entsprechend wichtig ist dann auch der Schutz durch Lizenzen.

Ein enorm dynamisches Umfeld mit sich schnell verändernden Anforderungen ist die Folge. Entsprechend hoch ist auch die Anforderung an die Flexibilität eines Lizenzmanagementsystems, denn sie muss sich jederzeit auf ein dynamisches Umfeld anpassen können. Diese Erfahrung machte auch die Schleißheimer GmbH, die Lösungen für die Hardware- und Softwareentwicklung von Mikrocontroller-Echtzeit-Systemen für den Automobilmarkt anbietet. Um seine Software Can-Easy – eine Analyse- und Testumgebung für CAN- und LIN-Bus – zu lizenzieren, nutzte das Unternehmen in der Vergangenheit eine Softwarelizenzierungstechnologie eines Drittanbieters. Das Tool schränkte das Entscheidungspotenzial jedoch gravierend ein.

Herausforderung Flexibilität

Lizenzmanagementsysteme: Die Enforcement-Technologie Sentinel Fit ist die kleinste der Welt. Da sie im Source-Code verfügbar ist, lässt sie sich unabhängig von der Plattform einsetzen, so dass sie auf jedem Mikrocontroller zur Anwendung kommen kann, der 1,5 KByte RAM und 6,5 KBte Flash für den Lizenzierungs-Footprint bereitstellen kann.

Die Enforcement-Technologie Sentinel Fit ist die kleinste der Welt. Da sie im Source-Code verfügbar ist, lässt sie sich unabhängig von der Plattform einsetzen, sodass sie auf jedem Mikrocontroller zur Anwendung kommen kann, der 1,5 KByte RAM und 6,5 KBte Flash für den Lizenzierungs-Footprint bereitstellen kann. Gemalto

Das vorhandene Lizenzierungssystem für Can-Easy ließ keine Online-Aktivierung der Software zu – eine Lösung, die heute wohl überall Stand der Technik sein sollte. Auch bot es nicht die oft von den Kunden nachgefragten hardwarebasierten Lizenzschlüssel, die man für besonders sicherheitskritische und/oder besonders schützenswerte Software fordert. Das Verschieben von Lizenzen auf einen anderen Computer war ebenfalls nicht möglich. Problematisch war das insbesondere bei Floating-Lizenzen, denn der Kunde konnte die Lizenz nicht selbst verschieben; er musste vielmehr zunächst den Bedarf für das Verschieben nachweisen, zum Beispiel einen Serverausfall. Zudem konnte Schleißheimer nicht kontrollieren, ob alte Lizenzen deaktiviert wurden. User konnten Einzellizenzen nicht einfach aus einer Netzwerklizenz auschecken, um sie auf anderen Computern ohne Netzwerkzugriff zu verwenden. Die Konsequenz: Lizenzierungsprozesse waren für Anbieter und Nutzer komplex, zeitaufwendig und wenig kundenfreundlich.

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