Björn Rosengren, CEO von ABB: „Mit unserer klaren Strategie, unserer exzellenten technologischen Basis und dem gestärkten Finanzprofil ist ABB für 2021 und darüber hinaus gut aufgestellt.“

Björn Rosengren, CEO von ABB: „Mit unserer klaren Strategie, unserer exzellenten technologischen Basis und dem gestärkten Finanzprofil ist ABB für 2021 und darüber hinaus gut aufgestellt.“ (Bild: ABB)

Der Umsatz bei ABB ging ebenfalls um 7 % (5 % auf vergleichbarer Basis) auf 26,134 Milliarden US-Dollar zurück. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit sank gegenüber dem Vorjahr um 18 % auf 1,593 Milliarden US-Dollar. Das operative Ebita verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf 2,899 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge blieb mit 11,1 % stabil. Der auf ABB entfallende Konzerngewinn betrug 5,146 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten ist der Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 4,9 Milliarden US-Dollar, der vor allem den Buchgewinn aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Power Grids an Hitachi widerspiegelt.

Björn Rosengren, CEO von ABB, kommentierte: „Wir haben im Jahr 2020 mit der Einführung unseres dezentralisierten Betriebsmodells ABB Way und unserer langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie wichtige Schritte unternommen. Außerdem haben wir den Prozess für den Verkauf von drei Divisionen eingeleitet.“ Für das Geschäftsjahr 2021 und darüber hinaus sei das Unternehmen mit seiner klaren Strategie, seiner exzellenten technologischen Basis und dem gestärkten Finanzprofil „gut aufgestellt“, sagte Rosengren.

Robotik & Fertigungsautomation leiden am meisten

Im Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation verschärften die Belastungen durch Covid-19 die Lage in der Fertigungsindustrie und der Auftragseingang ging um 12 % (12 % auf vergleichbarer Basis) zurück. Die anderen Geschäftsbereiche waren robuster und verzeichneten gegenüber dem Vorjahr Auftragseinbußen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Aufträge für digitale Lösungen von ABB legten deutlich zu, weil die Akzeptanz der Kunden von Fern-Inbetriebnahmen und von der Einführung von digitalen, virtuellen Angeboten im Zuge der Pandemie stark beschleunigt wurde.

Die wichtigsten Bilanzkennzahlen des ABB-Konzerns 2020. Angaben in Milliarden (bn) US-Dollar.

Die wichtigsten Bilanzkennzahlen des ABB-Konzerns 2020. Angaben in Milliarden (bn) US-Dollar auf jeweils vergleichbarer Basis zum Vorjahr. ABB

Umsatz in den Geschäftsbereichen

Im Geschäftsbereich Antriebstechnik sank der Umsatz um 2 % (2 % auf vergleichbarer Basis) auf 6,409 Milliarden US-Dollar, im Geschäftsbereich Elektrifizierung um 6 % (3 % auf vergleichbarer Basis) auf 11,924 Milliarden US-Dollar. Im Geschäftsbereich Industrieautomation ging der Umsatz um 8 % (7 % auf vergleichbarer Basis) auf 5,792 Milliarden US-Dollar zurück, während der Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation einen Rückgang von 12 % (13 % auf vergleichbarer Basis) auf 2,907 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Der Umsatz schwächte sich in allen Regionen ab, insbesondere auf dem amerikanischen Kontinent. Im Servicegeschäft, das 19 % des gesamten Konzernumsatzes beisteuerte, verringerte sich der Umsatz um 9 % (9 % auf vergleichbarer Basis).

Ausblick auf die Geschäftsentwicklung 2021

Die pandemiebedingte Unsicherheit auf den Märkten hat im 4. Quartal 2020 zugenommen. Der Ausblick bleibt für Segmente wie Öl und Gas, konventionelle Stromerzeugung und Schifffahrt gedämpft, während die Rohstoffkosten steigen. Dennoch sind Anzeichen einer positiven Entwicklung in der allgemeinen Industrie und der Maschinenbaubranche zu erkennen. Für Endmärkte wie den Haus- und Gebäudesektor, Energieverteilerunternehmen, Rechenzentren, Verbraucherelektronik und die Nahrungs- und Genussmittelbranche wird ein robustes Wachstum erwartet.

Vor diesem Hintergrund und angesichts einer anspruchsvollen Vergleichsbasis für das 1. Quartal 2021 geht ABB davon aus, dass das Unternehmen im 2. Quartal zu einer positiven Auftragsentwicklung im Jahresvergleich zurückkehren wird. Das vergleichbare Umsatzwachstum wird sich im 1. Quartal voraussichtlich als resistent erweisen, gestützt auf die Abwicklung des Auftragsbestands, obwohl der Geschäftsbereich Industrieautomation (fortan Prozessautomation) stärker herausgefordert sein dürfte. Die operative Ebita-Marge des Konzerns wird gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Verbesserungen in den meisten Geschäftsbereichen voraussichtlich deutlich steigen und gegenüber dem Vorquartal weitgehend stabil bleiben.

(dw)

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