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"Mit der zunehmenden Verbreitung des TIA-Portals sehen wir gute Chancen für unsere Lösung." Rainer Hönle Deltalogic

Haben Sie von Siemens ein Feedback zu Ihrem kreativen Umgang mit den TIA-Daten bekommen?

Bei unserer Software Accon-AGLink geht es nicht nur um die TIA-Daten, sondern auch um die Schnittstelle für die Kommunikation mit den Siemens-Steuerungen. Mit unserer Kommunikationsbibliothek können Anwender einfach und schnell auch im sogenannten optimierten Bausteinzugriff mit den Steuerungen S7-1200 und S7-1500 kommunizieren. Direktes Feedback von Siemens haben wir hierzu nicht erhalten, aber unsere Bekanntmachung hat Erstaunen und auch Neugierde hervorgerufen. Meine Vermutung ist, dass Siemens mit der Entschlüsselung des neuen Dateiformates erst viel später gerechnet hat.

Wären Sie denn auf dem Gebiet der Kommunikation zur Zusammenarbeit mit Siemens bereit?

Das ist eine interessante Frage. Ja, von unserer Seite bestünde Interesse an einem Austausch und zum Beispiel an gemeinsamen Tests. Da unsere Software hinsichtlich des Betriebssystems unabhängig ist, sind unsere Anwender nicht auf Windows-Systeme beschränkt. Kunden, die mit Betriebssystemen wie Linux, Solaris oder VxWorks arbeiten, kann Siemens heute nicht bedienen – wir können ihnen jedoch die Schnittstelle zur Welt der Siemens-Hardware öffnen. Das könnte auch für Siemens interessant sein.

Wie sind die Reaktionen aus dem Markt?

Das Interesse aus der Automatisierungsbranche generell, sowohl aus dem Bereich Hardware als auch Software, an unserer Lösung ist groß. Die Reaktionen bestätigen, dass Siemens mit seinen neuen Steuerungen und dem TIA-Portal beginnt, den Markt zu durchdringen. Mit der zunehmenden Verbreitung sehen wir gute Chancen für unsere Lösung.

Gibt es Schwierigkeiten, bei Updates und neuen Versionen des TIA-Portals mitzuhalten?

Von der Einführung des TIA-Portals in der Version 11 über die Version 12 bis zur heutigen Version 13 sind die Aktualisierungen signifikant. Das hat auch Auswirkungen auf unsere Arbeit. Denn mit jeder neuen Version müssen wir analysieren, welche Änderungen hinsichtlich der Kommunikation und strukturell umgesetzt wurden. Werden Updates am TIA-Portal vorgenommen, so geht das meist mit Änderungen an der Firmware der Steuerungen einher. Wir müssen unsere Software daraufhin in voller Funktionalität testen, Fehler analysieren und entsprechende Anpassungen implementieren. Das ist sehr zeitaufwendig.

Schaffen Sie es, den Anwendern einen nahtlosen Übergang von TIA-Version zu TIA-Version zu bieten?

Ja, das ist unser Bestreben. Unsere Kunden nutzen eine Version von Accon-AGLink mit der gleichen Schnittstelle. Die Software regelt alles andere automatisch, ohne dass sich der Anwender Gedanken über die Versionen des TIA-Portals machen muss.

Kann es passieren, dass Siemens den Zugangsweg, den Sie nutzen, komplett verbaut?

Theoretisch ist das denkbar. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass Siemens eine komplette Umstellung seiner Protokolle für alle Steuerungen der S7-1200 und die S7-1500 vornehmen wird.

Was sind Ihre nächsten Schritte für Ihre Kommunikationsbibliothek?

Zur SPS IPC Drives 2014 werden wir die Version 5.0 von Accon-AGLink vorstellen. Sie unterstützt das TIA-Portal in den Versionen 11 bis 13. Zunächst läuft sie auf den gängigen Windows-Betriebssystemen, sowohl auf 32 als auch 64 Bit. Sukzessive werden wir Windows CE, Solaris, Linux und VxWorks hinzufügen. Im nächsten Schritt planen wir, weitere Siemens-Geräte mit einzubinden. Neben den Niederspannungsumrichtern Micromaster und Sinamics soll in Zukunft auch das Motion Control System Simotion zum Portfolio hinzukommen.

SPS IPC Drives 2014
Halle 7, Stand 109

(mf)

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