ZVEI_Januar2022_auftragseingang

Gut 20 % legten die Aufträge der deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Januar 2022 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat zu. (Bild: Destatis/ZVEI)

Die Bestellungen in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie legten im Januar 2022 um 20,5 % gegenüber Vorjahr zu. Damit fiel das Auftragsplus zu Jahresbeginn laut ZVEI auch dank erneuter Großaufträge ähnlich hoch aus wie im Durchschnitt des gesamten vergangenen Jahres mit knapp 24 %. Aus dem Inland gingen im Januar 23,9 % mehr neue Aufträge ein als im Vorjahr; Kunden aus dem Ausland erhöhten ihre Orders um 18,1 %. Dabei stiegen die Bestellungen von Geschäftspartnern aus dem Euroraum um 14,7 und die Auftragseingänge aus Drittländern um 19,9 %.

Der Auftragsbestand bleibt insgesamt hoch. Mit 4,8 Produktionsmonaten befindet sich die durchschnittliche Auftragsreichweite weiterhin deutlich über dem langjährigen Mittelwert von rund dreieinhalb Monaten.

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektro- und Digitalindustrie zog im Januar 2022 um 6,7 % gegenüber Vorjahr an. Zudem wurde das Wachstum des Outputs im gesamten vergangenen Jahr 2021 leicht von 8,8 auf 9,0 % nach oben revidiert. Der nominale Branchenumsatz erreichte im Januar 16,0 Mrd. Euro und lag damit um 12,1 % höher als im entsprechenden Vorjahresmonat, der einen dreiprozentigen Rückgang gebracht hatte.

Der Umsatz mit inländischen Kunden legte im Januar dieses Jahres um 13,9 % auf 7,6 Mrd. zu. Die Geschäfte mit Partnern aus dem Ausland erhöhten sich um 10,5 % gegenüber Vorjahr und erreichten so einen Wert von 8,4 Mrd. Euro. Dabei stiegen die Erlöse mit der Eurozone um 7,8 % auf 3,1 Mrd. Euro, während der Umsatz mit Kunden aus Drittländern um 12,2 % auf 5,3 Mrd. Euro wachsen konnte. 2021 waren die aggregierten Branchenerlöse um 9,8 % auf den Rekordwert von 199,8 Mrd. Euro gestiegen.

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Der nominale Branchenumsatz erreichte im Januar 2022 16,0 Mrd. Euro und lag damit um 12,1 % höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. (Bild: Destatis/ZVEI)

Das Geschäftsklima in der Elektro- und Digitalindustrie zog im Februar dieses Jahres zwar zum dritten Mal hintereinander an, allerdings fand die Befragung noch vor der Invasion Russlands in die Ukraine statt, deren konjunkturelle Auswirkungen auf die Branche derzeit noch kaum absehbar seien. Materialknappheiten und Lieferengpässe stellten bereits vor Kriegsausbruch die größten Produktionshemmnisse dar.

Zuletzt waren 874.000 Beschäftigte in der Branche tätig. Weniger als 12.600 arbeiten noch kurz.

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