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Bei näherer Betrachtung des Datenflusses in der Produktionskette zeigt sich, dass es während des Entstehungsprozesses eines Produkts immer wieder notwendig ist, reale Daten – Messdaten – mit denen des Modells, des Prototyps bzw. des Serienproduktes zu vergleichen.


Die Messtechnik bzw. das Testen kommt also nicht, wie oft angenommen, erst am Ende der Produktentstehungskette zum Einsatz, wenn es darum geht, die Qualität des Produktes zu verifizieren, sondern begleitet quasi das Produkt vom Entwicklungs-PC bis zum Fertigungsband und darüber hinaus. Die messtechnische Verschmelzung der Disziplinen „Design – Entwicklung – Produktion“ bekommt insbesondere durch die PC-orientierte Mess- und Prüftechnik mit ihren umfangreichen Anbindungsmöglichkeiten Rückenwind und ermöglicht dem Anwender letztlich, bessere Produkte günstiger zu produzieren.


National Instruments gab nun die Markteinführung seines LabVIEW Simulation Interface Toolkit bekannt, so dass LabVIEW und das darin eingebettete Konzept der virtuellen Instrumente sich nun noch mehr als bisher als wegweisende Integrationsplattform im gesamten Produktentwicklungsprozess erweisen können. Mit diesem Toolkit können Design-Ingenieure nun die grafische Entwicklungsumgebung LabVIEW mit der Modellierungs- und Simulationsumgebung Simulink von The MathWorks einsetzen, wodurch sich Daten von Simulink-Modellen nun in LabVIEW steuern und visualisieren lassen. Zudem ist es nun möglich, Simulink-Modelle in LabVIEW auszuführen. Ferner lässt sich die Entwicklungszeit eines Produkts mit diesem Toolkit erheblich reduzieren, da es einen schnellen Übergang von der Simulation und Modellbildung zur Validierung und zum Testen realer Prototypen erlaubt.


Mithilfe des Toolkits können in Simulink erstellte Systemmodelle direkt in LabVIEW importiert werden. Anschließend erstellt es aus diesen Modellen automatisch entsprechenden grafischen LabVIEW-Code, mit dem der Design-Ingenieur unter Zuhilfenahme von Messhardware wie Low-Cost- und Industriestandard-Datenerfassungskarten oder CAN-Schnittstellen seine Modelle testen kann. Zusätzlich kann der Design-Ingenieur LabVIEW Real-Time und entweder PXI-basierte Controller oder verteilte I/O-Systeme der NI-Produktfamilie FieldPoint nutzen, um technisch anspruchsvollste Anwendungen wie etwa Rapid-Control-Prototyping oder Hardware-in-the-Loop-Tests zu realisieren.


Ebenso verleiht das Toolkit dem Anwender nun die Möglichkeit, LabVIEW-Benutzeroberflächen für Simulink-Umgebungen zu erstellen. So können Design-Ingenieure mit diesem Toolkit über LabVIEW-basierte Benutzeroberflächen Modelldaten steuern und visualisieren. Das Toolkit gewährt Kunden von The MathWorks eine lizenzierte Möglichkeit, Simulink-Daten zu steuern und zu visualisieren, basierend auf vier Patenten von National Instruments, die Grundlage eines Patentverletzungsverfahren sind, über das im Januar 2003 verhandelt werden soll. Nach Ansicht von National Instruments wird der Einsatz der Benutzeroberflächen-Funktionen in Simulink ebenfalls von den vier National Instruments Patenten erfasst; dieser ist jedoch nicht lizenziert.

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