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(Bild: Alfred Vollmer)

„Wir wollen die Messe als alljährliche Ergänzung zu bestehenden Veranstaltungen etablieren“, erklärt Udo Weller, Geschäftsführer des Veranstalters Untitled Exhibitions. Anders als die etablierte Messe Light + Building soll die Lighting Technology keine fertigen Lösungen für den Endanwender präsentieren. Sie erhebt auch nicht den wissenschaftlichen Anspruch eines Kongresses. Vielmehr soll sie eine Plattform bieten, auf der sich die „Macher des Lichts“ über die Disziplinen hinweg zu Technologien, Komponenten, Systemen sowie Hard- und Software austauschen. Das Themenspektrum ist dabei keineswegs auf Innen- und Außenbeleuchtung festgelegt, sondern widmet sich auch dem Human Centric Lighting, dem Internet der Dinge, Fahrzeugen oder der Medizintechnik.

„Arbeitsatmosphäre statt Show“, fasst Prof. Dr.-Ing. Ulrich Kuipers von der FH Südwestfalen das Konzept der Veranstaltung zusammen. Kuipers verantwortet als Beiratsvorsitzender die Zusammenstellung des Workshopprogramms – neben dem Messegeschehen das zweite wichtige Standbein der Lighting Technology. Spezialisten aus den Bereichen LED, Lichtsteuerung, Leistungselektronik, Kommunikations- oder Messtechnik können Workshops oder Vorträge vorschlagen, über deren Auswahl dann ein Fachbeirat entscheidet. Neben Anwendungsbeispielen und Grundlagen sind in diesem Jahr Themen gefragt, die sich mit der Digitalisierung des Lichts beschäftigen.

Gelungene Premiere im letzten Oktober

Schon auf der Erstveranstaltung der Lighting Technology stand der Entwickler im Fokus.

Schon auf der Erstveranstaltung der Lighting Technology stand der Entwickler im Fokus. Foto: Alfred Vollmer

Im Oktober 2017 feierte die Lighting Technology in Essen Premiere. 71 Messestände und 40 Workshops lockten damals 914 Interessierte an – für Udo Weller und Ulrich Kuipers ein gelungener Start. „Jetzt gilt es, unser Grundkonzept für die nächsten Ausgaben zu optimieren“, sagt Kuipers. So wolle man Messe und Workshops stärker verknüpfen, sodass etwa Workshopteilnehmer später noch am Stand des veranstaltenden Unternehmens vorbeischauten.

Das Trendthema des Human Centric Lighting soll mehr Beachtung finden. Und die Veranstalter wollen auch Unternehmen aus Gebieten erreichen, die auf der letzten Messe noch wenig vertreten waren. „2017 waren LED-Hersteller noch ein Fehlbereich, vor allem die großen“, sagt Kuipers. Weller ergänzt: „Aus ihrem Feedback geht hervor, dass sich unsere Teilnehmer mehr Angebote aus dem Automotive-Bereich wünschen.“

Vernetzung von Start-ups und Etablierten auf der Lighting Technology fördern

Lighting Technology

Udo Weller, Mit-Veranstalter der Lighting Technology, will Start-up-Unternehmen die Schwellenangst vor dem Messegeschehen nehmen. Therese Meitinger

Welche konkrete Umsetzung diese Vorhaben und Analysen auf der zweiten Messe finden werden, wird sich zeigen. Vieles an den Planungen ist derzeit noch im Fluss. Fest steht, dass die Messe vom 9. bis 11. Oktober in Essen stattfinden wird. Sicher ist auch, dass Start-up-Unternehmen einen Schwerpunkt bilden sollen. „Start-ups sind häufig in innovativen, softwareorientierten Bereichen aktiv und haben Wissen, das den oft eher konservativen Leuchtenherstellern fehlt“, erklärt Kuipers. Doch jungen Unternehmen fehlte oft der Zugang zum Markt sowie Möglichkeiten der Monetarisierung.

Auf der Lighting Technology soll ein Gemeinschaftsstand, auf dem Start-ups zu vergünstigten Konditionen ihre Technologien präsentieren können, den Austausch zwischen Jungen und Etablierten in Schwung bringen. „Wir wollen jungen Unternehmen damit auch ein Stück weit die Schwellenangst vor dem Messauftritt nehmen“, sagt Weller. Interessiert habe sich etwa ein Unternehmen aus dem Gaming-Bereich gezeigt, das eine App zur Lichtsteuerung entwickelt hat.

Therese Meitinger

ist Redakteurin bei den Hüthig-Elektronikmedien

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