On-the-Fly-Visionsystem

Im Vergleich zu anderen Sytemen muss beim On-the-Fly-Visionsystem der Roboter zur Inspektion des Bauteils nicht über der Kamera anhalten. (Bild: Yamaha)

Mit dem neuen Support-Büro in Neuss will Yamaha Factory Automation Section – so der vollständige Name – den Support für Vertriebspartner und Kunden der industriellen Robotersysteme und -produkte vor Ort verstärken. Es ist strategisch günstig gelegen, um den Kontakt mit Yamahas Vertretungen und Distributoren in ganz Europa zu halten. „Es ist der richtige Zeitpunkt, um die Unterstützung für unsere europäischen Partner zu verstärken, da führende Unternehmen die Robotereinsätze als eine der Grundlagen der digitalen Transformation spürbar erhöhen“, sagte Ichiro Arimoto, General Manager Yamaha Motor Europe Intelligent Machinery (YMEIM)

On-the-Fly-Visionsystem ohne Stopp

Ein Motek-Exponat des Herstellers war das On-the-Fly-Visionsystem. On-the-Fly bedeutet, dass bei der Prüfung des Teils der Roboter nicht mehr über der Kamera anhalten muss, sondern einfach über das Bildverarbeitungssytem „hinwegfliegt“, ohne zu stoppen. So sink die Taktzeit von Prozessen wie Palettieren, Depalettieren und in der mechanischen Montage. Das System basiert auf Technologien aus dem Bereich der präzisen oberflächenmontierbaren Elektronikbaugruppe, um aufgenommene Teile mit voller Geschwindigkeit zu prüfen und auszurichten.

Scara-Roboter YK400XE

Bei gleicher Armlänge (400 mm) trägt der Scara-Roboter YK400XE mit einer maximalen Nutzlast von 4 kg das 1,4-fache seines Vorgängers YK400XR. Redaktion IEE

Zudem präsentierte Yamaha sein Portfolio an kartesischen und Scara- sowie ein- und mehrachsigen Robotern. Darunter war auch der neue Scara-Roboter YK400XE, ein Nachfolgemodell des YK400XR. Wie sein Vorgänger hat er eine Armlänge von 400 mm, allerdings hat Yahama die maximale Nutzlast mit 4 kg um das 1,4-fache gesteigert. Die Standardzykluszeit wurde um ca. 10% reduziert und liegt jetzt bei 0,41 Sekunden. Erreicht hat das Unternehmen die Leistungssteigerung durch einen stärkeren Antrieb und einen robusteren Arm. Außerdem hat es die Leistung des Controllers RCX340 erhöht. Da die Einbaumaße des Scara-Roboters kompatibel zum Vorgänger sind, ist eine Umrüstung einfach möglich.

Yamaha LCM100

Das LCM100-Transportmodul von Yamaha ermöglicht einen ruckfreien und flexiblen Transport und Montageprozesse ohne Entladung direkt auf dem Modul. Yamaha

Im Gegensatz zu herkömmlichen Riemen- und Rollenförderern enthält jedes Modul des ebenfalls auf der Messe präsenten Linearfördermoduls LCM100 einen unabhängig gesteuerten Linearantrieb, der bidirektionale Bewegungen und Geschwindigkeiten von bis zu 3000 mm/s ermöglicht.

Weitere Vorteile sind reibungsarmes und verzögerungsfreies Beschleunigen und Abbremsen. Die stabilen Schlitten mit einer Positioniergenauigkeit von ±0,015 mm ermöglichen Montagearbeiten direkt auf dem Transportmodul. Dabei lassen sich die Schlitten-Zielpositionen ohne Mikro-Endschalter oder Endanschläge per Software umprogrammieren. Darüber hinaus sind die Module auf einfache Austauschbarkeit und schnelle Rekonfiguration ausgelegt, sodass sich Montagezellen auch für kleine Produktionsstückzahlen schnell einrichten lassen. Die Module sind in den Standardlängen 480 und 640 mm erhältlich und tragen eine Nutzlast von bis zu 15 kg. Ein 400 mm langes Umlenkmodul ist ebenfalls erhältlich.

Über Yahama FA Section

Yamaha Factory Automation Section (FA Section), Unterabteilung der Yamaha Motor Robotics Business Unit von Yamaha Motor Corporation, hat ihre Wurzeln in der Einführung der Robotertechnologie in die Yamaha-Motorradmontage. Die Abteilung verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung bei der Lösung von Automatisierungsaufgaben – von der Montage großer Produkte bis zum Mikrometerbereich. Die Industrieroboter von Yamaha werden von Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen wie der Halbleiterfertigung und der Montage von Elektronikprodukten, Haushaltsgeräten, Automobilkomponenten und großen Flüssigkristallanzeigen eingesetzt. Das Unternehmen bietet eine Palette für die Roboter-Montage, darunter Einachsroboter, Scara-Roboter, kartesische und Knickarmroboter. Zudem ein Sortiment an Steuerungen, Zubehör wie Greifern und kundenspezifischen Anpassungen.

Dr. Martin Large

Redakteur IEE

(ml)

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