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Die beiden Festkörperphysiker legten mit ihrer Forschung den Grundstein dafür. Hier wird der quantenmechanische Spin der Elektronen für die Mikro- und Nanoelektronik nutzbar gemacht. Und Dank dieser Grundlagenforschung entstanden auch die Lese-Schreib-Köpfe für die heutigen Festplatten. Der Effekt wurde von beiden Forschern unabhängig entdeckt. Der GMR-Effekt dient zum präzisen Auslesen von Daten. Diese sind auf engstem Raum in winzigen Bereichen unterschiedlicher Magnetisierung gespeichert. Ein Sensor, der den GMR-Effekt nutzt, registriert diese kleinen Unterschiede als große messbare Änderung und arbeitet daher hochempfindlich. Das erkannte auch die Industrie sehr schnell: Bereits 1997 kam der erste GMR-Lesekopf für Computerfestplatten auf den Markt. IBM war eines der ersten Unternehmen, welches den GMR-Effekt kommerziell in Festplattenspeichern einsetzte. Längst hat der GMR-Effekt nicht nur in den Leseköpfen der Festplatten, sondern auch in MP3-Playern weltweite Verbreitung gefunden. Peter Grünberg erhielt dafür bereits 1998 den Zukunftspreis des deutschen Bundespräsidenten und 2006 den Erfinderpreis der Europäischen Kommission. Der GMR-Effekt ist auch wirtschaftlich ein Erfolg: Er bescherte dem Forschungszentrum Jülich als Patentinhaber Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe. Besonders beeindruckt hat das Nobelpreiskomitee die Tatsache, dass die Grundlagenforschung der beiden Wissenschaftler schon nach zehn Jahren kommerziell genutzt worden ist, was die Bedeutung der Arbeiten unterstreicht.

(Autor: Phil Knurhahn)
(Bild Grünberg links: © Forschungszentrum Jülich)
(Bild Fetr rechts: © Universität Kaiserslautern)

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