Phoenix Contact hat zusammen mit dem Netzbetreiber Proximus nachgewiesen, dass eine stabile Profinet-Kommunikation über ein privates Stand-alone-5G-Netz auf dem 3,5-GHz-Band möglich ist.

Phoenix Contact hat zusammen mit dem Netzbetreiber Proximus nachgewiesen, dass eine stabile Profinet-Kommunikation über ein privates Stand-alone-5G-Netz auf dem 3,5-GHz-Band möglich ist. (Bild: Phoenix Contact)

Für den Test wurde die private 5G-Netzinfrastruktur im Labor von Proximus und ein von Phoenix Contact entwickelter 5G-Industrierouter genutzt. Als Steuerung kam die offene Automatisierungsplattform PLCnext von Phoenix Contact zu Einsatz.

Der erfolgreiche Test ist aus Sicht von Phoenix Contact „ein wichtiger Meilenstein für Industrie-4.0-Anwendungen“. Er zeige, dass dieses technisch anspruchsvolle Kommunikationsprotokoll für die Fabrikautomation in Kombination mit ultraschnellen und höchst verlässlichen mobilen privaten Netzen (MPN) nach 5G-Standard nutzbar ist. Der Einsatz eines Profinet-Protokolls erfordert besonders niedrige Latenzzeiten und eine sehr hohe Verlässlichkeit; deshalb wurde dieses Industrial-Ethernet-Protokoll bislang fast immer kabelgebunden eingesetzt.

Der Einsatz der Profinet-Kommunikation in einem 5G-Netz zeigt die Machbarkeit dieser Technologie für die Industrie und könnte neue Anwendungen eröffnen. In der Fabrik- und Sicherheitsautomation ermöglichen die niedrigen Latenzen mobiler privater 5G-Netzwerke die kabellose Automatisierung und Machine-to-Machine-Kommunikation in Echtzeit. Gleichzeitig können verfügbare Betriebsmittel in Anlagen flexibler genutzt werden, wodurch sich künftige Fertigungsanforderungen auf diesen Anlagen erfüllen lassen.

Anwendungsbeispiel für Profinet über 5G: AGVs

In der Logistik lassen sich möglicherweise über die Profinet-Kommunikation im 5G-Mobilfunk autonome fahrerlose Transportfahrzeuge (AGVs) flexibler und effizienter in größeren Bereichen einsetzen. Bislang ist ihr Einsatz ist aufgrund der Latenz, Bandbreite und Reichweite der derzeitigen Datenübertragungstechnologien begrenzt. Möglich werden auch komplexe Anwendungen, die eine präzise Standortermittlung und Kommunikation mit niedriger Latenz erfordern, beispielsweise Interaktionen zwischen Produktionsmaschinen, Robotern und AGVs. In der Prozessindustrie könnte der 5G-Mobilfunk mit Profinet die kabellose Steuerung und Überwachung von Anlagen im Rahmen der Prozessautomation ermöglichen.

(dw)

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