Die deutsche Lacroix Electronics, ein Tochterunternehmen des französischen EMS-Dienstleisters, hat sich auf den Weg gemacht, Baugruppen mit Miniatur-Bauteilen auch in höheren Stückzahlen prozesssicher zu fertigen. Lacroix Electronics

Die deutsche Lacroix Electronics, ein Tochterunternehmen des französischen EMS-Dienstleisters, hat sich auf den Weg gemacht, Baugruppen mit Miniatur-Bauteilen auch in höheren Stückzahlen prozesssicher zu fertigen. Im Bild einer der beiden neuen ASM-Bestückungsautomaten.
(Bild: Lacroix Electronics)

| von Martin Large

So versehen seit Anfang Februar dieses Jahres zwei neue ASM-Bestückungsautomaten ihren Dienst in der Serienfertigung. „Das bringt nicht nur die erforderliche Prozesssicherheit mit sich“, erklärt Peter Sommer, Vertriebsleiter des Elektronik-Auftragfertigers aus Willich. „Mit den nun kürzeren Bestückungs- und Umrüstzeiten erreichen wir auch eine erkennbar bessere Wirtschaftlichkeit und sind im Wettbewerb gut aufgestellt. Zudem kommen die Auftragsfertiger „über kurz oder lang nicht umhin, sich dem Trend zu stellen, vermehrt kompaktere Baugruppen aufzunehmen“, erläutert Sommer. Er geht davon aus, dass „die aktuellen Bauformen bald sterben“. Den Grund dafür sieht Sommer vor allem in der zunehmenden elektronischen Multifunktionalität von Geräten, die eine kompaktere Bauweise der Baugruppen unerlässlich mache. Er sieht auch einen „glänzenden Markt für Mikrosysteme“, etwa Kamerasystemen für die Automatisierungstechnik. Aber auch der gesamte Produktionsbereich mit der zunehmenden Fabrikautomation berge für die EMS-Branche die Chance, auf Dauer ein sicheres Geschäftsfeld aufzutun.

Die prozesssichere Serienfertigung mit Elektronik-Bauteilen in extrem kleinen Bauformen ist allerdings keine kleine Operation: „Die Passgenauigkeit in der Mengenfertigung zu treffen bedeutet einen technischen Eingriff in den Gesamtfertigungsprozess“, erklärt Matthias Holsten, Veränderungsberater für die Elektronikbranche. „Hier den richtigen Lotpastenauftrag zu bewerkstelligen ist Präzisionsarbeit, ebenso wie das exakte Aufnehmen und Platzieren der kaum noch sichtbaren Bauteile, geschweige denn der äußerst feine Lötvorgang an sich.“ Die Prozesssicherheit bei diesen Prozessen hinzubekommen, das sei „das eigentliche Problem“. Deshalb scheuen nach seiner Meinung viele EMS-Fertiger noch die Auf- und Umrüstung ihres Maschinenparks und zögern dies hinaus.

(dw)

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