Bei passiven Bauelementen wie Keramikkondensatoren und Standardsteckverbindern soll sich schon für die zweite Jahreshälfte 2022 eine Entspannung in der Verfügbarkeit zeigen.

Bei passiven Bauelementen wie Keramikkondensatoren und Standardsteckverbindern soll sich schon für die zweite Jahreshälfte 2022 eine Entspannung in der Verfügbarkeit zeigen. (Bild: AdobeStock 107555014, cobracz)

Das neue Jahr 2022 begann mit anhaltenden Rohstoffengpässen, von denen einige bis 2023 anhalten sollen. Viele Rohstofflieferanten setzen weiterhin auf Preiserhöhungen, der Grund sind erhöhte Logistikkosten. Die Lieferzeiten verlängern sich und Fabriken sind aufgrund einer hohen Verbrauchernachfrage voll ausgelastet.

Die Vorlaufzeiten für elektronische Komponenten steigen um 70 Prozent. Bei komplexen Halbleitern, Frequenzsteuerungsgeräten, analogen Bauteilen und elektrischen Widerständen werden für das gesamte Jahr 2022 und bis ins Jahr 2023 hinein erhebliche Lieferengpässe und Preiserhöhungen erwartet. Dennoch zeigt sich für die zweite Jahreshälfte auch ein vorsichtiger Optimismus für passive Komponenten, insbesondere für Standardsteckverbinder und Keramikkondensatoren, was darauf hindeutet, dass sich der Passivmarkt schneller erholen wird als sein aktiver Gegenpart. Es wird prognostiziert, dass sich die Preise und Vorlaufzeiten für die meisten passiven Bauteile ab dem dritten Quartal stabilisieren.

Verfügbarkeit von Komponenten im Überblick

Abgesehen von Oszillatoren werden im Vergleich zu Q4/2021 in Q1/2022 mehr Komponenten designed und produziert. Die Glasfasertechnik sticht mit einem Anstieg von 27 Prozent zwischen Q3 und Q4 am stärksten hervor, gefolgt von Sensoren (15 %) und Schutzschaltungen (15 %). Vergleicht man die Situation zwischen Q1/2021 und Q1/2022, so sind es die induktiven Bauelemente, die im Vergleich zum Vorjahr den größten Zuwachs verzeichnen (21 %), gefolgt von den Relais. Obwohl die Entwicklung und Produktion von Glasfasern im ersten Quartal zunehmen wird, ist dies das einzige Bauteil, dessen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr rückläufig ist (1 %).

Abgesehen von PLDs (Programmierbare Logikbausteine) wird die Nachfrage bei allen Bauteilen zurückgehen. Die Komponenten, die den größten Rückgang verzeichnen sollen, sind Quarze/Resonatoren (19 %), gefolgt von Oszillatoren (12 %), Kondensatoren (12 %) und Spulen (12 %). Im Jahresvergleich zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Die Nachfrage steigt weiter, wenn man die Situation zwischen Q1/2021 und Q4/2022 vergleicht. Die Komponenten mit dem größten Anstieg sind Transistoren (144 %), gefolgt von (nicht näher von Supplyframe spezifizierten) Signal Devices (122 %) und PLDs (118 %).

„Erweiterte Partnerschaften mit einem breiteren Angebot an Zulieferern und Partnern sowie ein transparenter Überblick über die Lieferkette – vom Design über die Produktion sowie die Logistik bis hin zum Vertrieb – werden in Zukunft wichtige Faktoren sein, um die Lieferkette zu optimieren”, sagt Sascha Bütterling, Senior Director SaaS für die DACH-Region. „Das erfordert mehr Investitionen in Technologien, die auf KI, Blockchain-Tracing oder Analytik basieren, damit Unternehmen ihre Lieferketten transparenter und planbarer machen können.”

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