Verschiedene elektronische Bauteile auf einer Leiterplatte

Mikroelektronik ist die Basis für eine Vielzahl verschiedener Anwendungen und ist dementsprechnd stark nachgefragt. Auch die Corona-Pandemie konnte dem keinen Abbruch tun. (Bild: Alexandre Debiève @ Unsplash)

Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen ging der Umsatz am Mikroelektronik-Markt 2020 nicht zurück. Vielmehr verhielt sich der Markt antizyklisch. „Der weltweite Mikroelektronikmarkt ist während der Corona-Pandemie 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent auf 440 Milliarden US-Dollar gewachsen“, erklärt Dr. Sven Baumann, ZVEI-Experte für Mikroelektronik, Sensorik und Aktorik, im Rahmen des ZVEI-Pressegesprächs zur Vorstellung der aktuellen ZVEI-Mikroelektronik-Trendanalyse. Zurückzuführen sei das vor allem auf die starke Nachfrage nach Elektronik für das Home-Office und Unterhaltungselektronik. Doch auch das autonome und elektrische Fahren, Edge Processing und die 5G-Kommunikationsinfrastruktur seien 2020 starke Wachstumstreiber gewesen. Nach Einschätzung des ZVEI werde sich diese Entwicklung wohl noch fortsetzen, denn auch der digitale Wandel und die grüne Transformation erhöhten die Nachfrage nach Halbleitern langfristig.

Mikroelektronik-Markt wächst in den USA, rückläufig in China und Europa

Im regionalen Vergleich konnte vor allem Amerika wachsen und seinen Marktanteil von 19,1 auf 21,7 Prozent steigern. Dagegen verringerte sich der Marktanteil Chinas, allerdings bleibt das Land mit einem Anteil von 34,4 Prozent der größte Markt für Mikroelektronik. Der europäische Mikroelektronikmarkt gab zwar im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent nach (auf 8,5 %), zählt jedoch neben Amerika, der Region Asien-Pazifik und Japan weiterhin zu den vier wichtigsten Halbleitermärkten der Welt.

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Das sind die Anforderungen an Europas Mikroelektronik

Damit Europa auch in Zukunft ein innovativer und erfolgreicher Mikroelektronikstandort bleibt, fordert der ZVEI, dass Forschung, Entwicklung und Produktion in Deutschland und Europa erhalten und ausgebaut werden. Bei Investitionen in den Produktionsstandort Europa ist wichtig, dass sie sowohl in kleine als auch große Strukturgrößen erfolgen. „Große Strukturgrößen beispielsweise sind unter anderem für die Leistungselektronik und Sensorik von hoher Bedeutung und stellen in ihrer spezifischen Applikation eine Leading-Edge-Technologie dar“, erläutert Baumann. Laut Baumann geht es bei Schlüsseltechnologien wie der Mikroelektronik vor allem darum, in Europa weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben und dabei die technologische Souveränität zu stärken. Gemeint sei damit, globale Wertschöpfungsnetzwerke zu erhalten und zuerst die Kompetenz in bedeutenden Halbleitergebieten in Europa zu sichern und auszubauen. Gleichzeitig muss sich Europa auch um den Auf- sowie Ausbau von Kompetenzen in Bereichen kümmern, bei denen es aktuell nicht zur Weltspitze gehört.

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