Die Jahresergebnisse in den einzelnen Disziplinen des Maschinenbaus waren recht unterschiedlich, sagte der VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Positiv sei die Jahresentwicklung beispielsweise im Kunststoff- und Gummimaschinenbau oder der Landtechnik gewesen, im automotive-nahen Maschinenbau-Zweigen und im Werkzeugmaschinenbau dagegen deutlich negativ.

Die Jahresergebnisse in den einzelnen Disziplinen des Maschinenbaus waren recht unterschiedlich, sagte der VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Positiv sei die Jahresentwicklung beispielsweise im Kunststoff- und Gummimaschinenbau oder der Landtechnik gewesen, im automotive-nahen Maschinenbau-Zweigen und im Werkzeugmaschinenbau dagegen deutlich negativ. (Bild: VDMA)

Die globalen, von Corona verursachten Schwierigkeiten zeigen sich deutlich in der Jahresbilanz des Auftragseingangs. Während die Inlandsorders 2020 um 6 % unter dem Vorjahresniveau blieben, kamen aus dem Ausland 13 % weniger Bestellungen. Euro-Länder (-11 %) und Nicht-Euro-Länder (-13 %) blieben dabei fast im Gleichlauf.

Im Dezember 2020 verbuchten die Unternehmen der Branche ein Auftragsplus von real 7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dabei spielte einmal mehr die vergleichsweise niedrige Ausgangsbasis des Vorjahrs eine wesentliche Rolle. Im Dezember entwickelten sich die Bestellungen aus dem In- und Ausland gleichermaßen positiv, beide legten um real 7 % zum Vorjahr zu. Während aus den Euro-Ländern 1 % mehr Aufträge verbucht wurden, kamen aus den Nicht-Euro-Ländern 9 % mehr Orders.

„Die Erholung, die im Herbst 2020 begonnen hat, setzt sich fort, aber sie steht unverändert auf wenig festem Grund“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Die Pandemie sei nicht vorbei, so Wiechers, und „die immer wieder aufflammenden Diskussionen um Lockdowns sowie die verschärften Reiserestriktionen sind ernstzunehmende Belastungen und erschweren einen nachhaltigen Aufschwung“.

Dr. Ralph Wiechers (VDMA) spricht über den Auftragseingang im Maschinenbau im Dezember 2020

Krisenjahr 2020: Produktion um 12 Prozent niedriger

Im Krisenjahr 2020 ist die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau nach vorläufigen Berechnungen um real 12,1 % gesunken. Das war das schlechteste Ergebnis seit der Finanzkrise des Jahres 2009. Damals verbuchte der Maschinen- und Anlagenbau ein Produktionsminus von knapp 25 %. Für das laufende Jahr 2021 rechnet der VDMA unverändert mit einem realen Produktionszuwachs von 4 %. Dies sei „angesichts des hohen Rückgangs im vergangenen Jahr nur den Beginn einer Aufholphase von niedrigem Niveau aus“, merkte Wiechers dazu an.

Produktionszahlen in anderen Ländern

Für drei große Maschinenbau-Länder gibt es schon die ersten vorläufigen Produktionsergebnisse für das Jahr 2020. Danach hat die Maschinenproduktion in China um fast 6 % zulegt. In den USA schrumpfte sie um 9 % und in Japan um 12 %. Für die EU-Länder liegen die Daten bis einschließlich November vor und weisen für die ersten elf Monate ein Produktionsminus von 13 % aus.

(dw)

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