Deutsche Elektroindustrie: Exporte und Importe von 2020 bis 2020 ZVEI

Deutsche Elektroindustrie: Exporte und Importe von 2020 bis 2020 (Bild: ZVEI)

Dabei trug auch die positive Entwicklung im Dezember – eine Steigerung der Exporte um 5,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat – dazu bei, dass die Rückgänge im Gesamtjahr 2020 weniger stark ausfielen als befürchtet. Allerdings war der resultierende Exportüberschuss von knapp 13 Milliarden Euro war „der niedrigste seit 2003“, kommentierte der Chefvolkswirt des ZVEI Dr. Andreas Gontermann.

China bleibt trotz Corona größtes Abnehmerland

Unter den zehn größten Abnehmerländern der deutschen Elektroindustrie konnte China seinen ersten Platz ausbauen. Mit einem Plus von 6,5 % auf 23,3 Milliarden Euro entwickelten sich die Exporte in das Reich der Mitte am Ende sogar dynamischer als vor der Corona-Pandemie (2019: +4,3%). Daneben gab es im gesamten letzten Jahr nur noch bei den Branchenlieferungen nach Polen einen nennenswerten Zuwachs (5,4 % auf 11,1 Milliarden Euro). Die Ausfuhren in die Schweiz stagnierten (+0,2% auf 7,0 Milliarden Euro). Dagegen brachen die Elektroexporte nach Großbritannien (-12,1 % auf 8,6 Milliarden Euro) und Frankreich (-11,1 % auf 12,1 Milliarden Euro) zweistellig ein. Die Ausfuhren in die zweitplatzierten USA sanken um 9,8 % auf 17,3 Milliarden Euro und damit ähnlich stark wie die nach Tschechien (-9,5 % auf 9,1 Milliarden Euro) und in die Niederlande (-9,4 % auf 9,9 Milliarden Euro). Mit Italien lief ein Verlust von 7,3 % auf 9,4 Milliarden Euro auf. Der Exportrückgang nach Österreich war etwas moderater (-8 % auf 9,1 Milliarden Euro).

Deutsche Elektroindustrie: Exporte 2020 in die 10 wichtigsten Abnehmerländer ZVEI

Deutsche Elektroindustrie: Exporte 2020 in die 10 wichtigsten Abnehmerländer ZVEI

Die insgesamt negative Entwicklung der deutschen Elektroexporte 2020 spiegelt sich – wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägt – auch beim Blick auf die Ausfuhrwerte in die einzelnen Kontinente wider. So gingen die Branchenausfuhren nach Asien mit minus 1,7 % auf 46,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr nur vergleichsweise leicht zurück – nicht zuletzt getragen vom Exportgeschäft mit China. Im Gegensatz dazu sanken die Lieferungen nach Europa im vergangenen Jahr um 5,5 % auf 129,3 Milliarden Euro, wobei die Ausfuhren in die Eurozone stärker rückläufig waren (-7,4 % auf 63,3 Milliarden Euro). Damit gingen 2020 rund 64 % der deutschen Elektroexporte nach Europa und 31 % in den Euroraum. Die Elektroausfuhren nach Amerika sackten 2020 um 11,3 % auf 23,1 Milliarden Euro ab. Hier brachen die Exporte nach Lateinamerika (-15,7 % auf 4,6 Milliarden Euro) noch stärker weg als die nach Nordamerika (-10,1% auf 18,5 Milliarden Euro).

(dw)

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