Nico Schmid, AOI-verantwortlicher Prozessingenieur bei Marquardt, Henning Obloch, Serviceleiter Viscom, Adela Florentina Ciobanu, AOI- Bedienung, und Werner Sauer, Leiter Elektronikfertigung Marquardt.

Nico Schmid, AOI-verantwortlicher Prozessingenieur bei Marquardt, Henning Obloch, Serviceleiter Viscom, Adela Florentina Ciobanu, AOI- Bedienung, und Werner Sauer, Leiter Elektronikfertigung Marquardt.Viscom

In der Elektronikfertigung bei Marquardt sind seit 2004 AOI-Systeme vom Typ S6055 und S6056 und AXI-Systeme X7056 im Einsatz. Sie überprüfen die Baugruppen vollautomatisch – sowohl mit optischer Inspektion als auch mit Röntgentechnik. So können auch anspruchsvollste Lötstellen sicher kontrolliert werden.

Durch die sukzessive Aufstockung mit AOI-Systemen sind die einzelnen Maschinen mit unterschiedlichen Prüfsensoriken ausgestattet. Um dies zu vereinheitlichen, hat der Bereich Service von Viscom die Umbauarbeiten der Systeme übernommen. Henning Obloch, Leiter Service bei Viscom: „Wir sehen bei unseren Kunden immer wieder, welche Vorteile sich aus der Aufrüstung auf die neueste Sensortechnologie ergeben. Neben der optimierten Systemleistung der einzelnen AOIs bringt auch die Vereinheitlichung des Maschinenparks weitere Synergien. Ferner stehen danach neue Möglichkeiten der Auswertung zur Verfügung.“

Bei der Aufrüstung wurde zunächst die Hardware aktualisiert. Dazu wurden in allen Systemen die alten Sensormodule gegen die 8M-Sensorköpfe getauscht und die entsprechenden Interfacemodule und Kabel auf den notwendigen Stand gebracht. Außerdem wurde der Systemrechner durch ein neueres Modell ersetzt und das neuste Software-Release eingespielt. Damit stehen viele neue Funktionalitäten sowie ein höheres Leistungspotenzial zur Verfügung.

Holger Gerst, verantwortlich für die AOI/AXI-Prüfsysteme bei Marquardt: „Letztendlich hatten wir nach der Umsetzung bei einzelnen Programmen eine Taktzeitverbesserung von bis zu 49,8 %. Im Schnitt über alle Programme konnten wir eine Taktzeitverbesserung um 33 % nachmessen.“

Und er bekräftigt: „Heute können wir sagen, dass alle unsere Erwartungen erfüllt wurden. Wir haben nun drei von fünf Standorten auf 8M-Sensorik umgestellt und können die gewonnenen Taktzeiten nutzen, um die Fehlerfindung bei SOT-Bauteilen zu optimieren. Insgesamt ist es für uns wichtig, unsere weltweite Fertigung in allen Standorten optimal aufgestellt zu wissen und dazu tragen eben auch die einheitlich hohen Standards der AOI- und AXI-Systeme bei.“