Der Aufsichtsrat von ZF Friedrichshafen hat Dr. Martin Fischer als neues Mitglied in den Vorstand berufen.

Dr. Martin Fischer wird neues Mitglied im ZF-Vorstand.

Dr. Martin Fischer wird neues Mitglied für Elektronik und ADAS im ZF-Vorstand. ZF Friedrichshafen

Fischer wird ab 1. Januar 2020 am Dienstsitz Livonia (Detroit) die Verantwortung für Elektronik und ADAS sowie die aktive und passive Sicherheitstechnik, für die Regionen Nord- und Südamerika sowie für das Ressort Qualität übernehmen. Voraussichtlich im November tritt der 49 Jahre alte promovierte Elektroingenieur bereits in den Vorstand ein. Fischer folgt auf Dr. Franz Kleiner, der in Ruhestand geht.

Zuletzt war das neue Vorstandsmitglied President und General Manager für die globale Business Unit Transmission Systems von Borg Warner mit Hauptsitz in Detroit. Vor seinem Wechsel 2014 zu Borg Warner war der Manager seit 2006 für den Automobilzulieferer Hella tätig, zunächst in Deutschland und später in den USA in verschiedenen Management-Positionen im Geschäftsbereich Elektronik.

„Nach seinen Tätigkeiten in den Bereichen Karosserieelektronik, Fahrwerkelektronik und Fahrerassistenzsysteme gestaltete er zuletzt auch die Transformation von konventionellen zu elektrifizierten Antrieben mit und ist nicht zuletzt deswegen mit den Herausforderungen bestens vertraut, die sich unserer Branche gegenwärtig stellen“, sagte Dr. Franz-Josef Paefgen, der Aufsichtsratsvorsitzende von ZF.

Bildergalerie:„E-Mobilität auf der IAA: Das zeigen die Zulieferer 2019 in Frankfurt”
Seine aktuelle Version des 8-Gang-Automatikgetriebes hat Zulieferer ZF von Anfang an konsequent auf Hybridisierung ausgelegt. Ein Baukastensystem erlaubt es hierbei, 48-V-Mild-, Voll- sowie Plug-in-Hybridantriebe mit Spitzenleistungen von 24 bis 160 kW zu realisieren.
Auch am Stand von ZF zu sehen ist der elektrische 2-Gang-Antrieb für Pkw, der eine elektrische Maschine mit 140 kW Maximalleistung, ein Schaltelement und die passende Leistungselektronik integriert, um so einen verbesserten Wirkungsgrad und eine höhere Reichweite pro Batterieladung zu erreichen.
Im Vergleich zum einstufigen Aggregat bringt es der 2-Gang-Antrieb auf etwa fünf Prozent mehr Reichweite. Der Gangwechsel erfolgt bei 70 km/h. Durch Anbindung an die CAN-Kommunikation des Fahrzeugs lassen sich jedoch auch andere Schaltstrategien entwerfen, die etwa an digitales Kartenmaterial und GPS geknüpft sind.
Die Schlüssselkomponente beim 48-V-Hybridsystem von Continental ist eine wassergekühlte Elektromaschine, deren Spitzenleistung von 30 kW doppelt so hoch ist wie die des Vorgängers. Damit wird das rein elektrische Fahren bis zu einem Geschwindigkeitsbereich von 80 bis 90 km/h möglich.
Der Tier 1 Continental präsentiert auch sein Powermodul der dritten Generation, dessen Chiptechnologie Stromstärken bis zu 650 A erlaubt. Bei sechsfacher Leistung im Vergleich zum Vorgänger bringt das Modul jedoch nur noch 8 kg anstatt 12 kg auf die Waage. Technologisches Highlight ist das Chipherstellungsverfahren, bei dem die herkömmlichen, gelöteten Drahtverbindungen durch Sintertechnologie ersetzt sind.
Das Thermomangementsystem für Elektroautos von Continental erlaubt eine höhere Reichweite und ein schnelleres Laden. Gerade bei E-Autos ist die Klimatisierung von Innenraum und Batterie sehr anspruchsvoll.
Auch Borg Warner setzt auf ein integriertes Antriebmodul, genannt iDM. Mit Gleichstrom von 250 bis 450 V erzeugt die E-Achse Drehmomente zwischen 2500 und 3800 Nm.
Auch die Konditionierung von Akkus ist Thema am Stand von Borg Warner. Vorgestellt wird unter anderem ein Hochvolt-Kühlmittelzuheizer, der eine langlebige Dickschicht-Heizelement-Technologie (TFE) nutzt. Trotz der fehlenden Motorabwärme hält der Heizer die Fahrgäste warm und konditioniert gleichzeitig die Akkupacks.
Auch Mahle zeigt auf der IAA 2019 Traktionsmotoren für unterschiedliche Spannungsbereiche. In der Variante für 48 V liefert die Maschine bis zu 40 kW und ist so auch für schwere Fahrzeuge interessant.
Das Modular-Compact-Thermal-System von Mahle erhöht durch den Einsatz einer Wärmepumpe die Reichweite von E-Autos bei 0 °C Außentemperatur um bis zu 12 Prozent (WLTC).
Webasto zeigt auf der IAA neben Ladelösungen auch seine modularen Standard-Batteriesysteme. Sie erlauben die beschleunigte Realisierung von individualisierten Batteriepacks.
Auch das Thermomangement ist Thema am Stand von Webasto. Der Hochvoltheizer ist ein elektrisches Wasserheizsystem für Innenraum und Batterie. Dieser wandelt mit seiner Schichtheiztechnologie Strom nahezu verlustfrei in Wärme um.
48-V-Systeme sind auch bei Bosch zu sehen. Diese 48-V-Batterie ist Teil des 48-V-Hybridsystems, das erweitere Start-Stopp-Funktionen und regeneratives Bremsen erlaubt.
Die Bosch-Cloud-Dienste "Battery in the Cloud" ermöglichen, dass Akkus von Elektroautos länger halten. Smarte Softwarefunktionen analysieren den Zustand der Batterie auf Basis von Echtzeitdaten aus dem Fahrzeug und seinem Umfeld. So lassen sich  Stressfaktoren für den Akku wie Schnellladen oder viele Ladezyklen identifizieren.