Halbleiterhersteller Marvell will mit der Übernahme von Inphi den Bereich der Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung stärken und zahlt dafür 66 US-Dollar sowie 2,323 Aktien für jede Inphi-Aktie. Daraus ergibt sich ein Übernahmepreis von rund 10 Milliarden US-Dollar wie verschiedene Medienberichte erklären. Infolge der Übernahme will Marvell sich auch so umstrukturieren, dass das kombinierte Unternehmen seinen Sitz in den USA haben wird. So entsteht ein US-Halbleiterkonzern mit einem Unternehmenswert von rund 40 Milliarden US-Dollar. Marvell rechnet damit, dass sich durch die Übernahme jährliche Synergien im Wert von 123 Millionen US-Dollar ergeben.

Marvell Headquarter in Santa Clara

Der operative Firmensitz von Marvell liegt zwar in den USA (hier: Santa Clara), der offizielle Firmensitz sind jedoch die Bermudas. Durch die Verlegung des Firmensitzes in die USA entsteht ein US-Halbleiterkonzern im Wert von rund 40 Milliarden US-Dollar. King of Hearts – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21322890

Inphi ist hat eine Hochgeschwindigkeits-Datenübertragungsplattform aufgebaut, die den Anforderungen bezüglich geringem Stromverbrauch und erhöhter Bandbreite von Cloud-Rechenzentren nachkommt. Weiterhin ist das Optoelektronik-Portfolio von Inphi dafür ausgelegt, eine Konnektivitätsstruktur für Cloud-Rechenzentren und kabelgebundene und drahtlose Carrier-Netzwerke zu bieten.

Matt Murphy, Präsident und CEO von Marvell, begründet die Übernahme so: „Die Technologien von Inphi sind das Herzstück von Cloud-Rechenzentrumsnetzwerken und sie bauen ihre Führungsposition mit innovativen neuen Produkten weiter aus, darunter optische 400G-Connectivity-Module für Rechenzentren, die ihre einzigartigen Silizium-Photonik- und DSP-Technologien nutzen.“ Die Kombination des Speicher-, Netzwerk-, Prozessor- und Sicherheitsportfolios von Marvell mit der optoelektronischen Interconnect-Plattform von Inphi soll die Position des kombinierten Unternehmens im Bereich der der Dateninfrastruktur weiter ausbauen. Die Transaktion erweitert Marvells adressierbaren Markt im Bereich der Cloud-Rechenzentren und 5G-Wireless-Infrastruktur.