Obwohl sich die konjunkturellen Perspektiven seit der Veröffentlichung der Prognose im September 2018 eher verschlechtert haben, hält der VDMA an seiner Prognose von 2 % Wachstum für 2019 fest.

Obwohl sich die konjunkturellen Perspektiven seit der Veröffentlichung der Prognose im September 2018 eher verschlechtert haben, hält der VDMA an seiner Prognose von 2 % Wachstum für 2019 fest. VDMA

Zum einen waren das geopolitische Verunsicherungen wie die weltweiten Handelsstreitigkeiten oder der ungewisse Ausgang des Brexits. Eigentlich lag das Produktionswachstum im Maschinenbau mit 3,7 Prozent in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres noch auf Kurs. Aber: „Die beiden Schlussmonate erwiesen sich jedoch als unerwartet schwach. Im Dezember sank die Produktion sogar um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat“, erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. „Dies passt ins Bild der gesamten Industrie, die unter den geopolitischen Verunsicherungen leidet.“

Kapazitätsengpässe schwächten Produktion

Auch der Auftragseingang im Maschinenbau hatte ursprünglich ein deutlich dynamischeres Produktionswachstum signalisiert. Allerdings sorgten Kapazitätsengpässe als zweiter entscheidender Faktor ebenfalls für eine schwächer als erwartete Produktion. So litten im Oktober 28 Prozent der Maschinenbauer unter Materialknappheit, 27 Prozent der Unternehmen unter Arbeitskräftemangel und 10 Prozent unter Engpässen im eigenen Maschinenpark. Eine Auftragsreichweite von 8,5 Produktionsmonaten (Stand November 2018) deutet darauf hin, dass viele Aufträge aus 2018 erst in diesem Jahr gefertigt werden.

Daher bleibt der VDMA bei seiner Prognose von zwei Prozent Wachstum für 2019, obwohl sich die konjunkturellen Perspektiven seit der Veröffentlichung der Prognose im September 2018 eher verschlechtert haben.