Klein-Computer mit Raspberry-PI-CPU in verschiedenen Ausführungen.

Die RPI-Boxes (von links nach rechts): RPI-Box mini, RPI mit Erweiterungsboard und RPI-Box nach Wunsch. Mass

Häufig werden für Aufgaben in der Gebäudetechnik, bei der Verkettung von Produktionsmaschinen oder zur Übertragung von Messdaten Kleincomputer eingesetzt. Hierfür ist ein IPC mit der Raspberry Pi-CPU besonders geeignet, weil er robust, klein und sehr preisgünstig ist. Aus zahlreichen  Betriebssystemen kann je nach vorhandener Software-Infrastruktur das am besten geeignete ausgewählt werden. Auch die gängigen I/O-Funktionen sowie Übertragungs-Techniken und Schnittstellen sind durch vorhandene Module realisierbar. Dazu kommen viele Werkzeuge und Anwenderprogramme, die im Internet beschrieben sind, auf dem „Raspi“ laufen und die Software-Entwicklung vereinfachen und beschleunigen.

Für diese Aufgaben entwickelte Mass Embedded RPI-Boxes (ohne Bedien- & Anzeige-Ebene), die zur Installation im Schaltschrank oder vor Ort montiert werden. Daneben entstanden RPi-07″, RPI-10″ und RPI-15,6″, drei industrielle Klein-PCs mit Multitouch-Display (wide screen) und Zehn-Finger-Bedienung, die als freistehende oder als Fronttafel-Einbaugeräte einsetzbar sind. Der Scheckkarten-große Raspberry-PI-Prozessor ist in den neuesten Versionen 3B+ und 4B wählbar. Die CPU-Karte enthält Schnittstellen für 4 × USB2.0 und 1 × 10/100 MB Ethernet, die als Steckverbinder am Gehäuse zugänglich sind. Weiterhin befinden sich auf der Karte Anschlüsse für HDMI-Monitor, CSI-Kamera, Video/Audio und digitale oder analoge I/O-Pins. Die neueste CPU 4B hat eine 2- bis 3-fache Verarbeitungsgeschwindigkeit, größere Speicher, ein volles Gigabit-Netzwerk und Power over Ethernet.

Alle Computer können mit einem Erweiterungsboard bestückt werden, um zusätzliche Aufgaben zu übernehmen (Echtzeituhr mit Batterie, RS232, DIO, CAN-Modul oder RFID); die I/Os sind grundsätzlich opto-entkoppelt. Weitere Varianten sind auf Anfrage möglich. Die RPi-Box wird mit Haltewinkeln oder einer Schnappvorrichtung für 35-mm-Tragschienen geliefert, während die Display-Versionen beim Einbau in Fronttafeln mit einer Klammer gehalten oder als freistehende Geräte mit Tragarm oder Standfuß bestückt werden.

Sämtliche Systeme haben ein solides Metallgehäuse, ein industrielles Netzteil mit 9 bis 36 VDC (andere Eingangsspannungen auf Wunsch); sie haben frontseitig die Schutzart IP65, rückseitig IP54 und laufen im rauen 24/7-Betrieb bei 0 bis 50 °C. Vielfach werden diese lüfterlosen Systeme für Kommunikations- und Steuerungsaufgaben sowie zur allgemeinen Datenverarbeitung eingesetzt. Sie sind entwickelt und gefertigt in Deutschland und nachlieferbar für mindestens drei bis fünf Jahre.