Mit Trinamic holt sich Maxim das Know-how rund um das Thema Motion Control des Hamburger Unternehmens ins Haus, denn über viele Jahre hinweg machte sich Trinamic einen guten Namen bei der effizienten elektronischen Ansteuerung von Motoren verschiedener Art.

Maxim hat Trinamic gekauft

Trinamic ist jetzt ein Teil von Maxim Integrated Maxim Integrated

„Das Fachwissen von Trinamic im Bereich der Bewegungssteuerung und die Fähigkeiten von Maxim Integrated im Bereich der analogen Prozesstechnologie und des Leistungsdesigns werden eine neue Klasse von intelligenten Aktoren ermöglichen“, schreibt Maxim Integrated in der entsprechenden Ankündigung auf seiner Website. „Dies erweitert die Fähigkeit unserer Kunden, Intelligenz auf höchstem Niveau zu liefern und das Versprechen von Industry 4.0 zu erfüllen.“

Warum Maxim Trinamic gekauft hat

Maxim lobt denn auch gleich die technische Lösung seiner Akquisition: „Die hochmodernen ICs, Module und intelligenten Motoren des Typs Pandrive von Trinamic ermöglichen es den Software-Ingenieuren von heute, schnell und zuverlässig hochpräzise Antriebe zu entwickeln, die effizient, sanft und leise sind. Ihre flexiblen und einfach zu verwendenden Toolkits machen die leistungsstärkste Technologie der Welt so einfach wie 1-2-3. Trinamic kümmert sich um die Bewegungssteuerung, damit Sie es nicht tun müssen.“

Als Michael Randt, Gründer und CEO von Trinamic, und seine Kollegen Lars Larsson und Bernhard Dwersteg das Unternehmen 1996 gründeten, um ihren ersten Motion-Control-Chip zu entwickeln, kamen für hocheffektive Motorsteuerungen oft noch teure DSPs zum Einsatz, für die zudem erst aufwendig die passende Software zur Ansteuerung des entsprechenden Motors geschrieben werden musste. Die Gründer entwickelten ihren ersten Chip mit der Vision, eine nur aus Hardware bestehende Motorsteuerung zu entwickeln, die sehr effizient, zuverlässig und reibungslos funktioniert, wobei das Gesamtsystem Ansteuerung-Motor einerseits mit einem hohen Wirkungsgrad arbeiten soll und andererseits das Betriebsgeräusch so gering wie möglich sein soll.

Trinamic hat es geschafft, die notwendigen Regelschleifen in erprobten und verlässlichen State-Machines zu realisieren, um so den Mikrocontroller und dessen Software von allen zeitkritischen Aufgaben zu entlasten – ganz egal ob BLDC, PMSM, Schrittmotoren oder Standard-Gleichstrommotoren.

Gute Chips allein genügen nicht

Über die Jahre hinweg hat Trinamic die Technologie, seine Chips, seine Infrastruktur und sein weltweites Netzwerk immer weiter verfeinert, kämpfte aber auch stets damit, nur ein sehr kleines Unternehmen zu sein. Mit der Mutter Maxim dürften diverse Probleme beim Gewinnen von Design-Ins beseitigt sein, und auch Investitionen lassen sich so leichter schultern.

Maxim- und Trinamic-Portfolio ergänzen sich

Die Vorteile der Trinamic-Lösung fasst Maxim so zusammen: „Diese branchenführende Fähigkeit führt zu Motoren, die leiser laufen und gleichzeitig die sanfteste Motorbewegung erreichen. Die Integration fortschrittlicher Diagnosefunktionen wie Stall-Erkennung und verbesserte Energiesparmodi ermöglichen einen intelligenten Motorbetrieb. Das Trinamic-Portfolio an Schritt-, bürstenlosen und bürstenbehafteten Gleichstrommotorprodukten ergänzt das starke Kommunikations- und Digital/Analog-IO-Portfolio von Maxim Integrated. Dies ermöglicht erweiterte Fähigkeiten in der Industrie- und Gebäudeautomatisierung durch die Bereitstellung kompletter Systemlösungen.“