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Oliver Riese, FED-Vorstandsvorsitzender.
Prof. Dr. Xuewu Gu anlässlich des 3. FED-Geschäftsführertreffens.

Der Vorstand des Verbandes FED hatte hatte die Geschäftsführer seiner Mitgliedsfirmen zum 3. Geschäftsführertreffen geladen. Rund 30 Gäste fanden sich am frühen Abend zum Empfang im Foyer des Hotels ein. Bereits zu diesem Zeitpunkt entwickelten sich rege Gespräche zwischen den Anwesenden.

Oliver Riese begrüßte die geladenen Gäste und ging auf Bedeutung des Geschäftsführertreffens für den FED ein. Im Bewusstsein, dass die Führungsschicht aus den Mitgliedsunternehmen durch ihr Vertrauen und ihr Engagement das Fundament für die überaus positive Entwicklung des FED bildet, soll das Treffen Ausdruck für die Verbundenheit und die gute und dauerhafte Kooperation sein. Inhaltlich setzt sich der Verband dabei das Ziel, den Teilnehmern ein exklusives Programm – abseits von der täglichen Routine – aber zu wichtigen Zeitfragen zu bieten, teils zur Weiterbildung, teils und gleichzeitig als Anstoß für interessante Gespräche.

Referent der diesjährigen Veranstaltung war Prof. Dr. Xuewu Gu, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen und Direktor des Center für Global Studies an der Universität Bonn. Prof. Gu prägt die öffentliche Wahrnehmung Chinas und den Meinungsbildungsprozess im Bereich der Chinapolitik in Deutschland maßgeblich mit, in Fernsehauftritten, Radiosendungen, zahlreiche Publikationen, öffentlichen Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Beratungsgesprächen.

In seinem fesselnden Beitrag „Wie nachhaltig ist Chinas Wirtschaftswachstum – Hintergründe, Chancen und Risiken für deutsche Unternehmen“ gab Prof. Gu ungewöhnliche Einblicke in die gegenwärtige Situation Chinas und die fünf „Großen Experimente“. Sie setzen sich aus dem aktuellen und künftigen Engagement des chinesischen Volkes und seiner Regierenden in den Bereichen Politik, Weltpolitik, Wirtschaft, Technologie und Demographie auseinander.

Treibende Kräfte in den kommenden Jahren werden die Urbanisierung, der Großverkehr und die neuen Industrien sein. Die Zielvorstellungen sind schlicht atemberaubend: So sollen bis zum Jahr 2015 nicht weniger als 33.000 km neue Autobahnstrecken, rund 14.000 km Hochgeschwindigkeits-Zugstrecken und mehr als 150 neue Flughäfen gebaut werden.

Aber auch von Problemen war in diesem authentischen Vortrag die Rede. Von der sozialen Schieflage in der Gesellschaft, von der extremen Abhängigkeit von der Exportwirtschaft, von dem gewaltigen Energiehunger und dem daraus resultierenden ökologischem Engpass, denn die Energieintensität ist um ein Mehrfaches höher als in den übrigen führenden Industrienationen USA, Japan und Deutschland.

Und schließlich ein Problem, das viele andere gern ihres nennen würden. Das Land verfügt über enorme Währungsreserven, allerdings nicht in der gewünschten Zusammensetzung. So strebt man mittelfristig die Konvertierung des hohen Dollaranteils in Euro und vor allem Gold an. (Dr. Stephan Weyhe, FED e.V.)