Indem die Plattform einen größeren Teil der Frequenzumsetzer- und Filterfunktionen aus dem analogen in den digitalen Bereich verlagert, bietet der HF-Datenwandler die nötige Softwarekonfigurierbarkeit zur Individualisierung von Funk-Lösungen. Die mehrkanalige Plattform erfüllt auch die Anforderungen weiterer Breitband-Anwendungen in 5G-Prüf- und Messausrüstungen, im Video-Streaming über Breitbandkabel, in Phased-Array-Radarsystemen mit mehreren Antennen sowie in LEO-Satellitennetzwerken (Low Earth Orbit).

Datenwandler

A/D- und D/A-Datenwandler mit Signalbandbreiten von bis zu 2,4 GHz. Analog Devices

Die MxFE-Bausteine AD9081 enthalten acht Datenwandler (vier 12-Bit-ADCs, 4 GS/s und vier 16-Bit-DACs, 12 GS/s) und AD9082 sechs Datenwandler (zwei 12-Bit-ADCs, 6 GS/s und vier 16-Bit-DACs, 12 GS/s). Sie werden mit 28 nm CMOS-Prozesstechnologie hergestellt. Beide Optionen kommen auf eine Signalbandbreite von bis zu 2,4 GHz und vereinfachen damit das Hardwaredesign, indem weniger Frequenzumsetzungen benötigt werden und die Anforderungen an die Filter gelockert werden können. Die Gehäuse-Bauform ist jeweils BGA-324 (thermisch optimiert), die Schnittstellen folgen den JESD204B- und JESD204C-Standards.

Die MxFE-Plattform verarbeitet einen größeren Teil des HF-Spektrums und bringt integrierte DSP-Funktionen mit. Anwender können dadurch die programmierbaren Filter sowie die digitalen Auf- und Abwärtswandler-Blöcke so konfigurieren, dass bestimmte Anforderungen an die Bandbreite des Funksignals erfüllt werden. Das Resultat ist eine Verringerung des Stromverbrauchs auf ein Zehntel gegenüber Architekturen, in denen HF-Wandlung und Filterung im FPGA erfolgen. Gleichzeitig werden wertvolle Prozessor-Ressourcen freigesetzt oder den Entwicklern die Möglichkeit gegeben, auf einen kostengünstigeren FPGA zu wechseln.