„Wir wollen die Messe als alljährliche Ergänzung zu bestehenden Veranstaltungen etablieren“, erklärt Udo Weller, Geschäftsführer des Veranstalters Untitled Exhibitions. Anders als die etablierte Messe Light + Building soll die Lighting Technology keine fertigen Lösungen für den Endanwender präsentieren. Sie erhebt auch nicht den wissenschaftlichen Anspruch eines Kongresses. Vielmehr soll sie eine Plattform bieten, auf der sich die „Macher des Lichts“ über die Disziplinen hinweg zu Technologien, Komponenten, Systemen sowie Hard- und Software austauschen. Das Themenspektrum ist dabei keineswegs auf Innen- und Außenbeleuchtung festgelegt, sondern widmet sich auch dem Human Centric Lighting, dem Internet der Dinge, Fahrzeugen oder der Medizintechnik.

Bildergalerie:„Es werde Licht: Die Höhepunkte der Lighting Technology”
Die Iseled-Technologie von Inova Semiconductor setzt neue Maßstäbe bei der Realisierung der homogenen Farbwiedergabe.
Valeo stellte am Stand von Inova Semiconductor eine Lösung zur freien Farbwahl im Rahmen von Automotive-Beleuchtung auf Basis der Iseled-Technologie vor.
Die auf der Iseled-Technologie basierende Farbansteuerungs-Lösung von Valeo überstreicht das ganze Spektrum und eignet sich vom Prinzip her auch für industrielle Anwendungen.
Auch das ganze Spektrum der Beleuchtungstechnik präsentierte die Lighting Technology.
Neben den Workshops wurden auf der Messe immer wieder auch Einzelvorträge angeboten.
LED-Hersteller wie Cree stellten ihr Spektrum an LEDs für Beleuchtungslösungen vor.
Auch EBV Elektronik stellte das Portfolio seiner Elektronik-Lösungen für LED-Beleuchtungen vor.
EBV Elektronik hatte eine eindrucksvolle Demo zum Thema CRI (Color Rendering Index, Farbwiedergabe-Index).
Nicht nur bei Neumüller spielte die spektrale Zusammensetzung des LED-Lichts eine wesentliche Rolle.
In diversen Einzelgesprächen an den Ständen ging es um ganz konkrete Fachthemen.
Deshalb war die Entwärmung auch ein zentrales Thema auf der Lighting Technology ...
... und nahm einen breiten Raum ein.
Auch bei CTX eine eindeutige Sache: Ohne Entwärmung/Kühlung geht gar nichts beim LED-Licht.
Ausschließlich von unten gelangt Licht in diese transparente Beleuchtungslösung, die sicher noch für interessante Kundenlösungen sorgen wird.
Mit dem passenden Diffusor lässt sich eine hochgradig homogene Lichtverteilung (rechts) erzeugen.
ZF zeigte eine batterielose Funkschalterlösung für Home-Automation-Systeme, mit der sich nicht nur Licht steuern lässt.
Turck Duotec präsentierte unter anderem eine fertig entwickelte LED-Lösung zur hochkompakten Beleuchtung. Interessant auch: <a href="http://www.all-electronics.de/elektronikdruck-auf-glas/">Turck bietet Elektronikdruck auf Glas für Licht und Lichtsteuerung an.</a>
Ohne goniophotometrische Messungen keine professionelle Leuchte, und auf der Lighting Technologies zeigten zahlreiche Unternehmen ihre optischen Messsysteme.
Dieses Goniometer ermöglicht das automatische Vermessen einer fertigen Leuchte.
MSC stellte bei Weitem nicht nur reine Elektronik-Lösungen vor.
Licht allein ist nicht alles. Mit der richtigen Connectivity-Lösung lässt es sich regelrecht inszenieren.
Diverse Leuchtenhersteller bevorzugen den Kauf fertiger LED-Module; auch sie wurden auf der Lighting Technologies fündig.
Drees Elektronik zeigte diverse Lösungen, die bereits auf bestimmte Leuchtentypen optimiert sind.
Imos stellte diverse optische Komponenten von Silikonlinsen über Metalloptiken bis zum Retroreflektor mit 17.000 Mikrospiegeln vor, mit denen Licht-Designer viele kreative Lösungen umsetzen können.
Diese LED-Demo beim Elektronik-Fertiger Frank Elektronik war schlicht und einfach ein Hingucker.
Am Stand von Phoenix Contact war immer etwas los. Das Unternehmen zeigte Rundsteckverbinder mit Schneid- beziehungsweise Klemmanschluss für Leuchten, aber auch Steckverbinder auf Platinenebene.
Das Spektrum der Messe reichte bis zur Befestigungstechnik für LED-Straßenlampen.

„Arbeitsatmosphäre statt Show“, fasst Prof. Dr.-Ing. Ulrich Kuipers von der FH Südwestfalen das Konzept der Veranstaltung zusammen. Kuipers verantwortet als Beiratsvorsitzender die Zusammenstellung des Workshopprogramms – neben dem Messegeschehen das zweite wichtige Standbein der Lighting Technology. Spezialisten aus den Bereichen LED, Lichtsteuerung, Leistungselektronik, Kommunikations- oder Messtechnik können Workshops oder Vorträge vorschlagen, über deren Auswahl dann ein Fachbeirat entscheidet. Neben Anwendungsbeispielen und Grundlagen sind in diesem Jahr Themen gefragt, die sich mit der Digitalisierung des Lichts beschäftigen.

Gelungene Premiere im letzten Oktober

Schon auf der Erstveranstaltung der Lighting Technology stand der Entwickler im Fokus.

Schon auf der Erstveranstaltung der Lighting Technology stand der Entwickler im Fokus. Foto: Alfred Vollmer

Im Oktober 2017 feierte die Lighting Technology in Essen Premiere. 71 Messestände und 40 Workshops lockten damals 914 Interessierte an – für Udo Weller und Ulrich Kuipers ein gelungener Start. „Jetzt gilt es, unser Grundkonzept für die nächsten Ausgaben zu optimieren“, sagt Kuipers. So wolle man Messe und Workshops stärker verknüpfen, sodass etwa Workshopteilnehmer später noch am Stand des veranstaltenden Unternehmens vorbeischauten.

Das Trendthema des Human Centric Lighting soll mehr Beachtung finden. Und die Veranstalter wollen auch Unternehmen aus Gebieten erreichen, die auf der letzten Messe noch wenig vertreten waren. „2017 waren LED-Hersteller noch ein Fehlbereich, vor allem die großen“, sagt Kuipers. Weller ergänzt: „Aus ihrem Feedback geht hervor, dass sich unsere Teilnehmer mehr Angebote aus dem Automotive-Bereich wünschen.“

Vernetzung von Start-ups und Etablierten auf der Lighting Technology fördern

Lighting Technology

Udo Weller, Mit-Veranstalter der Lighting Technology, will Start-up-Unternehmen die Schwellenangst vor dem Messegeschehen nehmen. Therese Meitinger

Welche konkrete Umsetzung diese Vorhaben und Analysen auf der zweiten Messe finden werden, wird sich zeigen. Vieles an den Planungen ist derzeit noch im Fluss. Fest steht, dass die Messe vom 9. bis 11. Oktober in Essen stattfinden wird. Sicher ist auch, dass Start-up-Unternehmen einen Schwerpunkt bilden sollen. „Start-ups sind häufig in innovativen, softwareorientierten Bereichen aktiv und haben Wissen, das den oft eher konservativen Leuchtenherstellern fehlt“, erklärt Kuipers. Doch jungen Unternehmen fehlte oft der Zugang zum Markt sowie Möglichkeiten der Monetarisierung.

Auf der Lighting Technology soll ein Gemeinschaftsstand, auf dem Start-ups zu vergünstigten Konditionen ihre Technologien präsentieren können, den Austausch zwischen Jungen und Etablierten in Schwung bringen. „Wir wollen jungen Unternehmen damit auch ein Stück weit die Schwellenangst vor dem Messauftritt nehmen“, sagt Weller. Interessiert habe sich etwa ein Unternehmen aus dem Gaming-Bereich gezeigt, das eine App zur Lichtsteuerung entwickelt hat.