Bild 1: Mit dem MEMS-Mikroscanner BML050 erweitert Bosch Sensortec sein Portfolio um optische Mikrosysteme. Der Scanner nutzt MEMS-Spiegel, um mit einem Farblaser ein Bild auf beliebige Oberflächen zu projizieren.

Bild 1: Mit dem MEMS-Mikroscanner BML050 erweitert Bosch Sensortec sein Portfolio um optische Mikrosysteme. Der Scanner nutzt MEMS-Spiegel, um mit einem Farblaser ein Bild auf beliebige Oberflächen zu projizieren. Bosch

Mit dem Mikroscanner bietet Bosch Sensortec jetzt erstmals auch optische Mikrosysteme an. Der Scanner benutzt zwei MEMS-Spiegel, um mit einem RGB-Farblaser ein Bild auf eine Oberfläche zu projizieren.  Als MEMS-Bauelement ist der Scanner für Anwendungen geeignet, bei denen geringe Abmessungen und niedriger Energieverbrauch von Bedeutung sind.

Bild 2: Der auf Waferbasis hergestellte MEMS-Scanner ist in einem kompakten Modulgehäuse untergebracht. Die komplett gekapselten Module lassen sich direkt integrieren.

Bild 2: Der auf Waferbasis hergestellte MEMS-Scanner ist in einem kompakten Modulgehäuse untergebracht. Die komplett gekapselten Module lassen sich direkt integrieren. Bosch

Der geringe Energieverbrauch ergibt sich durch den elektrodynamischen Antrieb der Mikrospiegel.

Der Mikroscanner wird auf Waferbasis gefertigt und ist in einem kompakten Modulgehäuse untergebracht. Den Kern des Systems bilden zwei unabhängige, hermetisch verkapselte MEMS-Abtastspiegel, die für eine vereinfachte Integration des Systems optisch aufeinander ausgerichtet sind. Zusätzlich enthält der BML050 einen Videoprozessor, Controller, Lasertreiber sowie ICs für das Power-Management.

Scharfes Bild ohne Fokussieren

Bild 3: Bosch stellt den Mikroscanner auf dem Mobile World Congress 2017 vor. Neben Anwendungen im Industrie- und Automotivebereich ist das System auch für Anwendungen im Consumer-Bereich und im IoT ausgelegt.

Bild 3: Bosch stellt den Mikroscanner auf dem Mobile World Congress 2017 vor. Neben Anwendungen im Industrie- und Automotivebereich ist das System auch für Anwendungen im Consumer-Bereich und im IoT ausgelegt. Bosch

Eine Fotodiode ermöglicht eine interaktive Projektion, indem sie Pixel für Pixel die reflektierte Lichtstärke misst. Damit detektiert das System Veränderungen der Lichtintensität in einer bestimmten Region und interpretiert diese entsprechend als Tastendruck oder Berührung. Eine Kalibrierung des Projektors ist dabei nicht notwendig. Die Qualität der Projektion will Bosch durch Speckle-Reduzierung sowie durch akkurate Kontrolle der MEMS-Abtastspiegel und Laserdioden gewährleisten.

Das Projektionsprinzip des Scanners erfordert zudem kein Fokussieren, sodass die Projektion unabhängig von der Distanz der Oberfläche ein scharfes Bild ergibt. Der native Laserfarbraum des Bauelements übersteigt Branchenstandards, wie beispielsweise Adobe-RGB. Abhängig von den gewählten Einstellungen sind Helligkeiten von 25 lm erreichbar. Durch den modularen Ansatz des Systems lässt sich die Helligkeit durch Einsatz mehrerer Laser noch weiter erhöhen.

Das bereitgestellte Referenzdesign für einen Projektor inklusive einer RGB-Lichtquelle sowie der Softwaresupport für die wichtigsten Betriebssysteme  unterstützt Erstanwender bei der Evaluierung und Integration des Scanners. Der Mikroscanner soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 für ausgewählte Kundenprojekte verfügbar sein.