Mit bis zu vier Kernen schraubt Mips beim neuen 1074K die Performance nach oben.

Mit bis zu vier Kernen schraubt Mips beim neuen 1074K die Performance nach oben.

Mips Technologies hat ab sofort eine neue CPU im Lizenzierungsangebot: MIPS32 1074K Coherent Processing System (CMP) stellt eine voll synthetisierbare Multicore-IP bereit, die auch in Standard-Fertigungsprozessen hohe Performance liefert. Stefan Büchmann, Vice President of European Sales bei Mips, führt weiter aus: „Die Lizenzen sind ab sofort verfügbar. Mit ersten Chips bei einem Lead Customer rechnen wir schon kommendes Jahr.“ Unter Einsatz herkömmlicher Standardzellen-Bibliotheken, Speicher und EDA-Design-Flows erreicht der 1074K CPS im 40-Nanometer-G-Prozess Taktraten von 1,5 Gigahertz. Damit macht Mips Technologies Multicore-Performance für ein breites Anwendungsfeld verfügbar und erschwinglich. Zu den Einsatzgebieten des Cores zählen zukünftige Internet-fähige Multimedia-Produkte wie digitale TV-Geräte, Blu-ray-Player und Settop-Boxen, aber auch Home-/Wireless-Netzwerkausrüstungen sowie auf Android basierende Tablet-Computer.

Bewährte Kerne zum Multi-Core kombinieren

Der 1074K CPS basiert auf der bewährten, superskalaren, 74K-Mikroarchitektur, für die es bereits zahlreiche Designs am Markt gibt. Durch Optimierungen an der vorhandenen 74K-Architektur erzielt der neue Core bei einer Vielzahl von C++-Anwendungen eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit, dies gilt auch für Webbrowser und Javascript-Engines. Zusätzlich erhöhen die Software-Optimierungen durch Mips Technologies die Leistungsfähigkeit großer Open-Source-Projekte wie Webkit. So kann ein einzelner Core auf einer 1074K-Plattform bei 1,5 Gigahertz den gesamten Sunspider-Benchmark für Javascript-Engine-Performance in weniger als zwei Sekunden absolvieren. Der neue Mips-Prozessor verknüpft bis zu vier superskalare Out-of-Order-74K-Cores und Systemkomponenten für Clock/Power-Management, Global Interrupt Control, Program/Data Trace und einen optionalen L2-Cache-Controller. Im Vergleich zu einer Hyperthreaded-Intel-Atom-CPU passt der als Drei-Core-Implementierung konfigurierte 1074K CPS auf weniger Halbleiterfläche und bietet fast 2,5-mal mehr Performance (gemessen in Coremark). Ein Multicore-Performance-Migrationspfad für die MIPS32 24K- und 74K-Core-Familien rundet das Paket ab. (lei)