Eckdaten

Zur Ausschöpfung der heutigen Möglichkeiten sowie zur Ausrichtung auf zukünftige Anforderungen sollten Städte und Gemeinden auf eine Plattform setzen, welche die Ansprüche an Flexibilität, Offenheit, Zugriffssicherheit und Multiprogrammierbarkeit bestmöglich unterstützt. In Kombination mit dem PLC Next Controller AXC F 2152 und der Proficloud verfügt die PLC Next Technology über sämtliche Voraussetzungen, um ein solches System aufzubauen und zukunftsorientiert aufzustellen.

Derzeit wird viel über die Städte der Zukunft gesprochen. Das geschieht unter anderem, weil immer mehr Menschen vom Land in die Metropolen ziehen. Außerdem stellen die Bürger aufgrund eines neuen Denkens in puncto Mobilität, Kommunikation und Lebensgefühl andere Forderungen an ihre Wohn- und Arbeitsorte. Und die Digitalisierung tut ein Übriges. In diesem Zusammenhang wird oft von der Smart City geredet. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Das Deutsche Institut für Normung (DIN) definiert die Bezeichnung wie folgt: „Smart Cities sind Siedlungsräume, in denen systemisch nachhaltige Produkte, Dienstleistungen, Technologien, Prozesse und Infrastruktur eingesetzt werden, in der Regel unterstützt durch hochintegrierte und vernetzte Informations- und

Kommunikationstechnologien.“ Der Grundgedanke einer Smart City besteht also darin, durch das Zusammenspiel von Technologie, Systemen und Prozessen einen Mehrwert für die Bürger, die Umwelt sowie die Anbieter von Leistungen innerhalb einer Stadt herbeizuführen.

Vom Sensor bis in das Leitsystem und die Cloud

Bild 1: Aufgrund der digitalen Überwachung tritt das Schöpfwerk sofort in Aktion, wenn ein bestimmter Wasserstand überschritten ist.

Bild 1: Aufgrund der digitalen Überwachung tritt das Schöpfwerk sofort in Aktion, wenn ein bestimmter Wasserstand überschritten ist. Phoenix Contact Electronics

Um innerhalb der Stadt neue Geschäftsmodelle speziell für Bürger aufzubauen, muss einerseits mehr Wissen gesammelt und auf der anderen Seite tiefer in die Systeme eingegriffen werden können. Die Grundlage dafür bildet beispielsweise die Vernetzung des Sensors/Aktors einer Straßenleuchte bis in das Leitsystem oder ein Datenmanagementsystem wie die Cloud. Ergänzt werden diese Informationen durch Daten aus vorhandenen Leitsystemen, Apps und Webseiten, die große Mengen an Zahlen generieren. Durch die Einbeziehung von Big-Data-Analysen lassen sich aus diesem Datenwust neue Erkenntnisse gewinnen, die wiederum noch unbekannte technologische, systemische und prozessuale Möglichkeiten eröffnen. Eine große Herausforderung und gleichzeitig Chance der Digitalisierung im Hinblick auf eine nachhaltige und integrierte Stadtentwicklung liegt in der Bereitstellung von Open Data und der Nutzung neuer Datenquellen. Auf dieser Grundlage können dann konkrete Probleme im Stadtraum gelöst und parallel dazu die Stadtentwicklung und -verwaltung sowie Transparenz und Teilhabe gestärkt werden.

Als Beispiel für die Möglichkeiten der Digitalisierung sei die Messung der Luftqualität in Echtzeit genannt. Im Zusammenspiel mit den gewerbetreibenden Unternehmen lassen sich die Bedürfnisse aller Beteiligten – Anwohner, Geschäfte, Handwerker, Kunden etc. – anschließend abgleichen und der Verkehr kann entsprechend beeinflusst werden. Darüber hinaus bietet sich die digitale Überwachung des Wasserstands in Flüssen an, sodass bei einem Niedrigstand der Schiffsverkehr gelenkt, Stauseen geöffnet oder vor einer möglichen Überflutung frühzeitig Maßnahmen initiiert werden können. Aus diesen Daten leiten sich auch Informationen für die Bürger ab. Auf diese Weise sind sie näher am Geschehen und können ihre eigenen Aktivitäten unter Umständen besser planen (Bild 1).

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