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Blick in die Fertigung bei Mair Elektronik
Juki-Bestücker im Reinraum der Mair Elektronik
Bauteillager der Mair Elektronik

Die Mair Elektronik GmbH mit Sitz in Schwaig bei München ist ein auf die Bestückung von hochkomplexen Baugruppen für die Medizin-, Automobil- und Industrieelektronik spezialisierter Dienstleister. Mit einer SMT Fertigung im Reinraum, partiell bis Klasse 100, einer eigenen Technologieabteilung mit Schleiflabor, Röntgengerät, AOI-System usw. ist die Firma in dieser Größenordnung schlichtweg einzigartig. Mair Elektronik ist technologisch so gut ausgerüstet, dass sogar Mitbewerber auf spezielle Dienstleistungen der Firma gerne zurückgreifen. Beim Herzstück der Fertigung, der Bestückung, verlässt sich die Firma seit Beginn der automatischen Bestückung nur auf Juki.

Seit der Gründung im Jahr 1986 war es Roland Mair, Gründer, Inhaber und Geschäftsführer, immer ein primäres Anliegen zur Spitze der Auftragsfertiger zu gehören und eine Vorreiterrolle einzunehmen. Die Firma ist Pionier beim bleifreien Löten und seit 1996 durch DASA nach ISO 9002 zertifiziert. DASA hatte bis dahin nur Firmen ab zirka 500 Mitarbeitern zertifiziert. Mittlerweile ist Mair Elektronik selbstverständlich auch nach der neusten ISO Norm 9001:2008 zertifiziert.

Reinraum aus Prinzip

Roland Mair’s Motto war immer: „Qualität ist, wenn die Kunden zurückkommen, nicht das Produkt.“ Mit höchster Qualität in dieser Branche zu produzieren und den Mitbewerbern immer einen Schritt voraus zu sein ist der Grund, weshalb die Firma die hochkomplexen Baugruppen in einem Reinraum fertigt. Obwohl für die Produkte der meisten Kunden kein Reinraum notwendig wäre, gibt es sehr gute Gründe dies trotzdem zu machen.

Der Reinraum erlaubt die festgelegten Prozesse mit denselben, optimierten Produktionswerten unabhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu fahren. Als Resultat kann eine konstant hohe Qualität garantiert werden ohne mit diesen Parametern spielen zu müssen. Wenn man in einem Reinraum fertigt, muss natürlich auch der Rest der Produktions- und Kontrollmittel diesem Standard entsprechen.

1992 investierte Firma Mair das erste Mal in eine vollautomatische Bestückungsanlage. Es handelte sich um eine Juki-Maschine der Einstiegsserie PM460. „Dies war damals eine Bauchentscheidung“, sagt Herr Roland Mair. „Es waren damals auch andere Produkte im Gespräch.“ Diese Entscheidung wurde nie bereut und war der Beginn einer langen und erfolgreichen Kooperation. Aufgrund der hohen Zufriedenheit mit der Maschine investiert Mair seit 1992 regelmäßig wieder in neue Maschinen.

Dank des modularen Systems von Juki konnte die Mair GmbH über die Jahre kontinuierlich die Bestückleistung und den Bereich an komplexen, bestückbaren Komponenten entsprechend den steigenden Bedürfnissen verbessern. Obwohl die Modularität natürlich Kosten spart, war dies laut Mair nicht der wichtigste Grund zur Reinvestition in Juki-Maschinen. „Hätte man gesehen, dass Juki sich mit seinen Produkten nicht nach den gestiegenen Bedürfnissen weiterentwickelt, hätte man auch die Kosten eines Anbieterwechsels in Betracht gezogen.“

Vor jeder neuen Investition ist es für Roland Mair trotz großer Zufriedenheit mit den Maschinen selbstverständlich, den Markt zu analysieren. Da gab es immer auch interessante Angebote von Mitbewerbern und trotzdem entschied man sich schlussendlich für Juki. Laut Aussage von Roland Mair haben die Maschinen als Herzstück seiner Fertigung immer eine hervorragende Zuverlässigkeit und Flexibilität gezeigt und somit Zeit und Geld gespart. Zudem lobt er auch den Service, obwohl er diesen aufgrund der hohen Zuverlässigkeit der Anlagen so gut wie nie braucht.

2009 zog die Firma in das in Schwaig neu erbaute Firmengebäude. Der Neubau ist so konzipiert, dass er bei einem Wachstum von jährlich rund 8 % für 20 Jahre Platz bieten sollte. Noch im Vorjahr investierte die Firma trotz der beginnenden Wirtschaftkrise, die natürlich auch die Firma Mair getroffen hat, in eine neue Juki-Maschine. Die Krise war für Roland Mair die schwierigste Zeit seit der Gründung der Firma und trotzdem zeigt er Mut, anders als seine Mitbewerber azyklisch in neues Material zu investieren und beweist damit das enorme Vertrauen in seien Bestückungsautomaten-Lieferanten.

Mit der nun installierten Linie ist die Firma technologisch sowie flexibilitäts- und leistungsmäßig gerüstet um weiterhin an der Spitze der Branche zu bleiben.
Wie zuverlässig und robust die Maschinen sind sieht man an der Tatsache, dass alle Maschinen bis auf die PM460 noch heute in der Produktion gebraucht werden. Die kleine PM570 steht heute noch im Reinraum in Schwaig und leistet weiterhin ihre Dienste beim Kleben von speziellen Komponenten. Alle anderen Maschinen der 700-Serie werden in der Fertigung der Zweigniederlassung in Rothenschirmbach verwendet.

Über Mair Elektronik GmbH

Am 1. April 1986 gründete Roland Mair seine 1-Mann Firma im Keller des mütterlichen Hauses auf einer Grundfläche von lediglich 6 Quadratmeter. Um die erste Lötmaschine für 20.000 DM zu kaufen, musste er seinen Ford Escort Sport veräußern. Das Volumen des ersten Auftrages betrug gerade einmal 220 DM und es ergab sich schlussendlich ein Jahresumsatz von 10.000 DM.

Heute setzt die Firma 8 Mio. Euro pro Jahr um, beschäftigt insgesamt 55 Mitarbeiter und hat mit dem Hauptsitz in Schwaig und der Zweigniederlassung in Rothenschirmbach eine Nutzfläche von 2.000 m² zur Verfügung. Von 2009 bis Mitte 2010 konnte Mair Elektronik 25 neue Firmen als Kunden gewinnen. Pro Jahr werden durchschnittlich 80 Kunden beliefert. Da die Firma so gut wie keine Kunden verliert erfreut man sich einer stabilen und stetig wachsenden Kundenbasis.

Mair hat sich auf die Bestückung von hochkomplexen Baugruppen aus der Medizin-, Automobil- und Industrieelektronik spezialisiert mit typischen Losgrössen von 1 bis 500 Stück und mit bis zu 3.000 Komponenten. Die Firma bietet dem Kunden als Service alles von der Entwicklungsunterstützung, über Layout respektive Layoutoptimierung, Beschaffung und Einkauf der Komponenten, Bestückung bis zur Endkontrolle der gefertigten Produkte.

Um die Kunden schnellstmöglich beliefern zu können befinden sich zirka 85.000 verschiedenen Komponenten mit einem Gesamtwert von rund 2,3 Mio. Euro am Lager.

Die Firma hat eine eigene Technologieabteilung und betreibt trotz massivem Zeitaufwand ein eigenes Schliff-Labor welches für einen Betrieb von dieser Größe immer noch eine Rarität in Deutschland ist. 2009 wurde die Qualitätssicherung zusätzlich mit einem Röntgengerät ausgestattet und man ist dabei, das aktuelle AOI-System durch ein neues zu ersetzten.

In der Fertigung gibt es auch eigens eingerichtete Lötstationen wo Komponenten von Hand platziert und gelötet sowie Reparaturen durchgeführt werden. Die Mitarbeiter an diesen Stationen sind speziell ausgebildet und werden regelmäßig nach- bzw. weitergeschult.

Einen großen Wettbewerbsvorteil bringt der im neugebauten Firmensitz in Schwaig integrierte Reinraum. Dieser erlaubt es zumindest partiell in einer Reinheitsklasse von bis zu 100 zu fertigen. Der gesamte Reinraum so wie er heute konzipiert ist und betrieben wird erreicht eine Reinheitsklasse von 1.000.