Bildergalerie
Mit Brilliant B2012 steht eine No-Clean-Flussmitteltechnologie für Lotdrähte bereit, die in Kombination mit dem SN100C-Lot schnell, glänzende und zuverlässige Lötverbindungen ermöglicht.
Die Lotlegierung SN100CS+ ist eine Weiterentwicklung der SN100C-Formulierung: Mit dem höheren Germanium-Anteil wird die Prozessstabilität und Langzeitzuverlässigkeit weiter positiv beeinflusst.
Große Nachfrage besteht für Handlötschulungen, wofür Balver Zinn nicht nur Schulungs- und Trainingsmöglichkeiten offeriert und unterstützt, sondern auch sein Lötdrahtportfolio kontinuierlich optimiert.

Der Erfolg ist den Brüdern Jost nicht in den Schoß gefallen: Mit dem richtigen Gespür für das Kommende wurden stets mit Weitblick die Weichen für die Produktentwicklungen gestellt. Bereits Mitte der 1990er Jahre erkannte man, dass Blei in der Elektronik absehbar keine Zukunft hat, weswegen man frühzeitig begann, Know-how für bleifreie Lote aufzubauen und Allianzen mit geeigneten Unternehmen zu schließen. Konsequenterweise unterzeichnete Balver Zinn im Jahr 2001 eine Kooperation mit Nihon Superior, dem Patenthalter für SN100C und Derivaten, die Balver Zinn seitdem in Kontinentaleuropa fertigt und vermarktet.

Lotmaterialien und Flussmittel

Commitment zum Standort Deutschland: Nachdem vor gut 70 Jahren der bislang weltweit drittgrößte Mammut-Stoßzahn in der Balver Höhle gefunden wurde, sind die Mammuts ein wichtiger Marketingaspekt für die Stadt Balve – eines davon ziert den Hauptstandort vo

Commitment zum Standort Deutschland: Nachdem vor gut 70 Jahren der bislang weltweit drittgrößte Mammut-Stoßzahn in der Balver Höhle gefunden wurde, sind die Mammuts ein wichtiger Marketingaspekt für die Stadt Balve – eines davon ziert den Hauptstandort voBalver Zinn

Jüngste Produktoffensive ist die Lotlegierung SN100CS+. Darunter ist ein modifiziertes, mittels Nickel stabilisiertes Zinn-Kupfer-Eutektium zu verstehen. Der Erfolg der originalen SN100C-Formulierung in der Prozessstabilität, der Langzeitzuverlässigkeit und der geringen Kupfer-Ablegierung liegt in der Nickeldotierung begründet. Dazu gehören unter anderem die Verbesserung des Fließvermögens und das bessere Abreißverhalten. Mit der Weiterentwicklung SN100CS+ wurde der Anteil des Oxidation hemmenden Germaniums als vierter Legierungsbestandteil weiter erhöht und beträgt nunmehr 250 ppm. Dadurch minimiert sich Krätzebildung erheblich und zudem wird das Fließvermögen des Lotes positiv beeinflusst.

Über die Jahre hat das Unternehmen viel fundiertes Know-how und Erfahrung auch auf dem Gebiet der Flussmittel gesammelt. Das große Produktportfolio von Cobar besteht unter anderem aus alkoholbasierten, wasserbasierten und teilwasserbasierten Flussmitteln. Derzeit wird mit Hochdruck an neuen alkoholbasierten Varianten gearbeitet, die besonders wenig Rückstände hinterlassen und chemisch neutral sind. Mit der ebenfalls von Cobar stammenden Lotpaste Cobar OT2 hat Balver Zinn eine vielseitige und leistungsstarke Alternative zu anderen Lotpasten konzipiert. Das nunmehr komplette Lotpastensystem setzt sich zusammen aus dem Flussmittelmedium OT2 und verschiedenen Lotlegierungen. Cobar OT2 basiert auf halogen- und halogenidfreien natürlichen Harzen und ist somit nach J-STD-004 als ROL0 klassifiziert. Das Flussmittelsystem zeigt sehr klare, durchsichtige und geringe, kaum sichtbare Rückstände.

Lotdrähte im Visier

Mit Brilliant B2012, einer No-Clean-Flussmitteltechnologie für Lotdrähte, setzt Balver Zinn seinen Erfolgskurs fort: Der halogenidfreie Brilliant B2012 basiert auf natürlichen Harzen und ist nach J-STD-004 als ROL0 klassifiziert. B2012 ist geruchsneutral und zeigt ein geringes Spritzverhalten bei geringer Rauchentwicklung.

Im Zusammenspiel mit SN100C ist Brilliant B2012 eine ausgewogene Kombination erhältlich, die sich schnell und vielseitig einsetzen lässt und sowohl glänzende als auch zuverlässige Lötverbindungen ermöglicht. Der harzbasierte Lotdraht Brilliant B2012 ist halogenidfrei und sowohl für manuelles als auch für Roboterlöten geeignet. Überdies harmoniert Brilliant B2012 besonders gut mit SN100C und wird immer mehr zum Standardlot für alle Anwendungen. Für Mikrolötanwendungen sind mit µ-wire B2012 besonders feine Lotdrähte erhältlich.

Commitment zum Standort Deutschland

Seine regionale Herkunft hat das mittelständische Unternehmen nie verleugnet – die Nähe zum Kunden ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Daher unterstützt Balver Zinn auch Schulungen und Trainingsprogramme rund um die elektronische Baugruppenfertigung. Beispielsweise pflegt Balver Zinn mit dem Schulungsunternehmen Die Lötprofis und Krauss Electronic-Support eine rege Zusammenarbeit im Bereich der Löt-, Bestück- und Trainingskompetenz. Dabei geht es vor allem darum, eine bessere Ausbildung des Fertigungspersonals hinsichtlich der immer komplexer werdenden SMT- und THT-Prozesse zu ermöglichen.

Große Nachfrage besteht für Handlötschulungen: Am Lötkolben zeigt sich der Virtuose des Lötens. Für manche mögen Lötkolben nur schlichte Geräte sein, doch ermöglichen sie erst die manuelle Nachbearbeitung und das Reparaturlöten. Auch wird das Handlöten für spezielle Fertigungen gebraucht, etwa zum Einbau von Sonderbauteilen zu bereits gelöteten Leiterplatten. Das Handlöten dichtbestückter Leiterplatten-Baugruppen erfordert hochqualifizierte Fachkräfte, um einen fehlerfreien Lötprozess sicherzustellen. Das Sicherstellen der Qualität unter dem Aspekt bleifreier Löttechnologie ist für den Handlötbereich nach wie vor eine riesige Herausforderung. Daher haben Balver Zinn, das Schulungsunternehmen Die Lötprofis und Krauss Electronic-Support zum 1. Handlöt-Wettbewerb aufgerufen, welcher von den Teilnehmern sehr gut angenommen wurde und Fortsetzung erfahren wird.

Kundennähe will das Unternehmen auch mit seiner neuartigen Dienstleistung sicherstellen: So dienen Apps und zusätzliche Webtools zur praktischen Kontrolle der Chargenanalyse, womit Industrie 4.0 zum Greifen nah ist. Mit dem kostenpflichtigen Web-Access kann der Anwender die aktuellen und historischen Lotbadanalysen in Echtzeit jederzeit abrufen. Ergänzend dazu wurde ein neues System entwickelt, das die kostenlose Chargenanalyse bereitstellt. Als logische Weiterentwicklung eines mobilen Systems, bietet Balver Zinn mit einer neuartigen App einen schnelleren Zugriff auf die Chargenanalysen an. Als mobile Seite oder downloadbare App erhält der Kunde nun über sein Smartphone problemlos Zugriff direkt an der Maschine. Dies ist ideal für eine schnelle praktische Kontrolle der Grenzwerte ohne lange Kommunikationswege. Die App bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit, sich bei Problemen oder Nachfragen direkt beim Systemlieferanten mit dem jeweiligen Ansprechpartner via E-Mail, Telefon oder Skype verbinden zu lassen. Zudem bietet die mobile Seitenansicht den Vorteil, dass durch die übersichtliche Navigation neue Produkte und Informationen problemlos in komprimierter Form abrufbar sind. So lassen sich Informationen filtern und zügig im Produktionsprozess integrieren. Ab sofort bietet die Balver-Zinn-Gruppe seinen Kunden und Händlern ein Onlinetool für den direkten Download von Produktanalysen an. Die neue Funktion gibt es sowohl auf der deutschen als auch auf der englischen Website.

Bereit für die Zukunft

Mit zahlreichen Industriepartnern weltweit verfügt Balver Zinn über ein globales Vertriebsnetz. Zusätzlich zu einer breit aufgestellten Produktpalette bietet das Unternehmen seinen Kunden eine umfassende Beratung zu anwendungs- und umwelttechnischen Fragen und darüber hinaus auch regelmäßig Schulungen an. Nicht zuletzt liegt Balve für die vielen europäischen Kunden aus der Automobilindustrie sogar sehr zentral. Die Voraussetzungen für die Zukunft der Firma sind gut, auch im Sauerland.