Bildergalerie:„Aus diesen Elementen besteht Measureware von Analog Devices”
Diese Version der Measureware-Hardware (das Basisboard) ist jetzt erhältlich. Sie hat einen Arduino-Connector (rechts oben sichtbar) und ist ARM-basiert.
Das Kit ist für Anwender, die einfach ein Proof-of-Concept aufsetzen wollen. Rechts unten in Weiß ist ein Standard-Board des Typs Nucleo von ST Microelectronics zu sehen, das über seine Firmware die Messwerte vom Measureware-Board abfragt und an einen Host weiterleitet.
Kernelement des Measureware-Boards ist ein ADMW1001 von Analog Devices - ein Chip zur Sensordaten-Verarbeitung. Die Sensoren sind direkt mit dem ADMW1001 verbunden, wobei die Konfiguration hierfür direkt aus dem Web geladen wird. Das passende Online-Tool namens Measureware Designer ist kostenlos von ADI verfügbar.
Lorna Keane, Measureware Director bei Analog Devices, stellte in Limerick/Irland eine Baukastenlösung für Messlösungen namens Measureware vor, die aus Plug-and-Play-Messtechnik-Hardware und Software-Studios besteht.
Links ist der Temperatur-Sensor der Lösung Measureware zu sehen, rechts der Drucksensor; beide Sensorelemente stammen von TE Connectivity.
Dies ist ein Feuchtigkeitssensor (vergossen und Innenleben) auf Basis eines Sensorelements von Sensirion.
Die Sensor-Elemente von Measureware  sind jeweils individuell verpackt.
Measureware Designer erlaubt es Anwendern, die Art von Sensoren auszuwählen, die sie brauchen. Am Ende erzeugt das Tool automatisch ein Kit, das von Digi-Key verfügbar ist: komplett mit der gesamten Hardware und den Sensoren - alles über den Designer gesteuert.
Dieses Swift-Device soll Anfang 2020 auf den Markt kommen. Mit USB, Bluetooth-Anbindung und der Möglichkeit, jeweils zwei Analog- und zwei digitale Sensor-Boards anzubinden.
Vorgehensweise beim Nutzen von Measureware: Schritt 1 ist das Festlegen, welche Sensoren zum Einsatz kommen sollen.
Im zweiten Schritt stellt man rechts die gewünschte Genauigkeit ein und klickt danach auf die orangefarbene Schaltfläche, um zu Schritt 3 zu gelangen.
In einem nächsten Schritt schlägt das System verschiedene passende Sensoren vor, die man auswählt und dann durch Drücken des Next-Knopfes rechts oben in den Einkaufswagen legt.
Im vierten Schritt zeigt Measureware Designer den Einkaufskorb an. Wer jetzt oben auf „Go to Cart“ drückt, gelangt ...
... zur Bestellseite. Hier ist der obere Teil der Seite zu sehen...
...und hier der untere Teil. Wer jetzt auf den grünen Knopf rechts unten klickt, hat zwei Tage später die gesamte Hardware auf dem Schreibtisch - geliefert von Digi-Key.

Analog Devices hat in Limerick/Irland mit seiner Initiative Measureware (Eigenschreibweise MeasureWare) einen Baukasten für Messlösungen vorgestellt, der aus Plug-and-Play-Messtechnik-Hardware und den Software-Studios besteht, um damit der steigenden Nachfrage nach Präzisionsmessungen für viele verschiedene Branchen nachzukommen. Auch die Linearisierung, Hardware-Kalibrierung etc. erledigt das Plug & Play-Kit.

Analog Devices hat eine Baukastenlösung für Messlösungen entwickelt

Analog Devices hat eine Baukastenlösung für Messlösungen entwickelt, um der steigenden Nachfrage nach Präzisionslösungen für verschiedene Branchen nachzukommen. Analog Devices

Der Halbleiterhersteller denkt dabei unter anderem an Applikationen in den Bereichen Landwirtschaft und maschinelle Überwachung von Gesundheitsparametern oder in der Elektrochemie, die jeweils präzise Messungen benötigen. „Mit der Markteinführung von Measureware verheiratet ADI sein Know-how und seine Erfahrung im Bereich der Elektronik-Entwicklung mit denen, die Echtzeit-Daten aus dem inneren des Geschehens benötigen, aber bisher entweder nicht die Zeit oder die Erfahrung hatten, um die entsprechenden Datenblätter zu verarbeiten oder komplexere Firmware zu entwickeln“, erläuterte Lorna Keane, Measureware Director bei Analog Devices, im Rahmen der Vorstellung des Produkts auf einer Pressekonferenz in Limerick/Irland.

Die einzelnen Elemente von Measureware sind speziell darauf ausgerichtet, einzelne Devices (Einheiten) mit der sie umgebenden Welt zu verbinden – und zwar so, dass bereits heute Temperatur, Masse, Feuchtigkeit, pH-Wert, Druck etc. erfasst werden. „Wir arbeiten dabei partnerschaftlich mit Sensor-Herstellern und Design-Häusern zusammen. Es geht darum, eine schnelle Markteinführung zu ermöglichen. Bei den Sensorpartnern handelt es sich momentan um Sensirion und TE Connectivity“, kommentiert Lorna Keane. „Wir versuchen jetzt erst einmal, auf den Markt zu kommen und werden dann in Zukunft immer mehr hinzufügen – auch Lösungen für unsere eigenen Sensoren“. Schon bald soll auch die Messung der Glukose im Blut, von Ionen-Konzentrationen und anderer Größen damit möglich sein.

Lorna Keane, Measureware Director bei Analog Devices, in Limerick/Irland.

Das Measureware Software Studio besteht aus den drei Elementen Measureware Designer, Measureware Lab und Measureware Developer. „Measureware Designer stellt den Entwicklern Hardware-Empfehlungen zur Verfügung, die auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Applikation zugeschnitten sind“, erklärte Lorna Keane, Measureware Director bei Analog Devices, in Limerick/Irland. Alfred Vollmer

Dabei soll Measureware auch die Flexibilität bieten, die Messparameter anzupassen und zu verändern, wenn das Projekt sich verändert oder voranschreitet – ob es sich jetzt um die Überwachung des Gesundheitszustands von Bienen, um das Monitoring industrieller Daten, um die Ermittlung von Messwerten in der Getränkeproduktion oder die Überwachung der Kühlkette bei Medikamenten handelt; in all diesen Anwendungen kommen bereits entsprechende Maßnahmen zum Einsatz. Auch in der frühen Erkennung einer Blutvergiftung sieht ADI entsprechende Applikationen – genauso wie in der Überwachung von industriellen Rohren und Pumpen, wo zum Beispiel Drücke und Durchflussmengen permanent kontrolliert werden sollen.

„Wir haben mit Measureware ganz bewusst eine Lösung für eine wachsende Kundenbasis geschaffen, die nicht so tief in den Bauelemente- und Hardware-Spezifikationen involviert ist“, führt Lorna Keane weiter aus. „Mit Measureware und unserem entsprechenden Partner-Netzwerk unterstützen wir über ihre gesamte Messtechnik-Reise hinweg – und zwar mit Lösungen, die sich von der Idee bis zur Produktion jeweils flexibel anpassen.“ Mit anderen Worten ausgedrückt klingt das dann laut Lorna Keane so: „Oft sprechen wir mit einer neuen Art von Kunden, nämlich mit Spezialisten für Algorithmen, Gartenbau etc., und ganz nebenbei wird es immer schwieriger, Elektronik-Inenieure zu gewinnen.“

Drei Elemente von Measureware

Im Prinzip handelt es sich bei Measureware um ein universelles Basisboard und darauf aufsteckbare Sensorelemente. Auf der Softwareseite sorgt ein web-basiertes Tool für eine einfache Anwendbarkeit. Wie zügig sich eine individuelle Applikation erstellen und die Hardware bestellen lässt, das zeigt die Bilderstrecke in diesem Beitrag deutlich.

Dabei besteht das „Measureaare Software Studio“ aus den drei Elementen Measureware Designer, Measureware Lab und Measureware Developer. „Measureware Designer stellt den Entwicklern Hardware-Empfehlungen zur Verfügung, die auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Applikation zugeschnitten sind“, erklärte Lorna Keane.

Derzeit gibt es zwei verschiedene Arten von Measureware-Kits – mit Bluetooth-Anbindung und auf Arduino-Basis, aber auch Raspberry Pi hat ADI dabei auf dem Radar, wobei Analog Devices die einheitliche Anbindung der Sensor-Hardware exakt definiert hat. Wenn die Hardware erst einmal vor am Schreibtisch des Anwenders angekommen ist, versetzt Measureware Lab die Ingenieure dann in die Lage, die im Rahmen des Monitorings erfassten Daten rasch zu streamen und in den passenden Maßeinheiten anzuzeigen. Measureware Lab steht hierfür sowohl in Form einer Cloud-Anbindung als auch einer Smartphone-App zur Verfügung.