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Thomas Betz von Mühlbauer sieht mit der Integration von Rommel viele Synergieeffekte, die zum prosperierenden Wachstum des Konzerns beitragen sollen.
Das automatische Wareneingangssystem AWS 300 erfasst alle Traceability-relevante Daten von Bauteilen und verknüpft die Daten mit einem ERP-System.
Das Laser-Einsteigermodell WL 500 gibt es ab sofort mit einer weiter verbesserten integrierten Wendeeinheit.
Die Laserbeschriftungsanlage WL 3000 Flying-Galvo verfügt über einen verfahrbaren, servo-getriebenen Laserkopf und eine integrierte Wendeeinheit.

Mit der Umbenennung des Herstellers von Lasermarking-, Boardhandling- sowie Prozessautomatisierungs-Systemen soll Rommel wesentlich intensiver in die Mühlbauer Gruppe integriert und enger mit dem Konzern vernetzt werden. Das zumindest ist das Ziel von Thomas Betz, Vorstandsmitglied von Mühlbauer. „Dadurch kann das Traceability-Segment stärker von den Synergien zwischen allen Fachabteilungen profitieren“, erläutert er. An diese Erwartung knüpft er auch ein kontinuierliches Wachstum. „Ziel ist es, die Marktanteile massiv auszubauen“, blickt er zuversichtlich in die Zukunft. Dabei wolle man die Möglichkeiten des Mühlbauer-Konzerns ausschöpfen. Hat Rommel bisher rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, so steht nun ein fast 3000 Mann starkes Team hinter dem Unternehmen.

Konkret strebt die Firma eine Kombination aus Technologieführerschaft in Deutschland kombiniert mit einer weltweiten Präsenz an, um so die Marktführerschaft im Bereich Traceability und Automatisierung zu erlangen. Internationale Standorte sind heute umso entscheidender, besonders in den asiatischen und osteuropäischen Märkten, da sich viele  Kunden gerade in diesen Regionen überdurchschnittlich entwickeln.

Fokus auf Forschung & Entwicklung

Die Unternehmensgruppe verfügt über eine fast 500 Mann starke F&E-Abteilung und Entwicklungsstandorte in Deutschland, Serbien, den USA, Malaysia und bald auch China. Einige Schlüsselqualifikationen, in denen die Mühlbauer-Gruppe bereits Jahrzehnte lange Erfahrung hat, kommen nun auch im Traceability-Bereich zum Tragen. Dazu zählen beispielsweise die Kernkompetenz in der Bildverarbeitung oder dem elektrischen Testen. Auch hier hat das Traceability-Segment nun uneingeschränkten Know-how-Zugang. Gleichermaßen können die Laserexperten von Rommel und die Laserexperten des Karten- und Passportbereichs des Mühlbauer-Konzerns ihre Kompetenzen bündeln und so gemeinsam an neuartigen Technologien arbeiten, aber auch auf bereits erprobte Technologien und Baugruppen zurückgreifen. Des Weiteren eröffnen sich im Bereich Service und Vertrieb nun andere Möglichkeiten. Durch seine rund 35 Standorte weltweit verfügt der Konzern über ein globales, langjähriges und gut ausgebautes Vertriebs- und Servicenetzwerk.

Einige Möglichkeiten bestehen auch bei Synergien in der Verwaltung und im Einkauf, da nun auch auf bestehende Lieferantennetzwerke zurückgriffen werden kann, was letztlich zu einer Steigerung der Effizienz und damit zu einer Kostenreduktion führen kann. Zusätzlich zieht auch der Mühlbauer-Konzern Vorteile aus der stärkeren Integration des Segments. So wird Ehingen das neue Laserkompetenzzentrum des Mühlbauer-Konzerns, wo die gesamte Kompetenz der Mühlbauer-Gruppe im Bereich der Laserapplikationen gebündelt wird.

Produktfeuerwerk auf der Productronica 2013

Während der Productronica 2013 will die Mühlbauer Traceability GmbH nun zeigen, wohin ihr Weg jetzt geht. Auf den Markt gebracht werden neben dem automatischen Wareneingangssystem AWS 300 zwei Lasermodelle: Die aktuelle WL 3000 Flying-Galvo hat nun die Serienreife erreicht und das Laser-Einsteigermodell WL 500 kommt mit einigen Erneuerungen und einem verbesserten Preis-Leistungs-Verhältnis daher. Letzteres ist ab sofort mit einer weiter optimierten integrierten Wendeeinheit erhältlich. Der Markierbereich liegt bei 460 mm x 460 mm bei 500 mm Anlagenlänge. Standardmäßig ist außerdem eine RGB-Beleuchtung enthalten. Durch spezielle Optikkomponenten wird es zudem möglich, auch durch den Laserkopf zu lesen. Das System basiert auf dem verbesserten CO2-Laser von Rommel mit einem Laserstrahldurchmesser von 10 mil (240 µm).

Die Laserbeschriftungsanlage WL 3000 Flying-Galvo zeichnet sich hingegen durch einen verfahrbaren, servo-getriebenen Laserkopf und eine integrierte Wendeeinheit aus. Durch die Kombination aus maximaler Dynamik und minimaler Massenbewegung wird eine schnelle und genaue Positionierung auf der Beschriftungsfläche von bis zu 610 mm x 460 mm erreicht. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen wurde bei der Flying-Galvo ein geringerer Abstand des Laserkopfes zur Leiterplatte erzielt.

Das Aufbringen aller gängigen Codearten, Schriften und Grafiken wird durch Umfärben oder Abtragen des Lötstopplackes ermöglicht. Dies verhilft dem System zu einer hohen Flexibilität im Bereich der Leiterplattenbeschriftung. Erhältlich sind neben CO2- auch Faserlaser. Optional sind die Doppelspur-Technologie sowie eine Wendeeinheit zu haben. Leiterplatten lassen sich hier in weniger als 2 s drehen und neu positionieren. Eine integrierte Absaugung mit Aktivkohle-, Grob- und Feinfilter und individuell regulierbarer Leistung erfasst direkt am Markierbereich auftretende Partikel. Alle Filter lassen sich mit nur einem Handgriff als Paket aus dem System entnehmen. Damit hat die Flying-Galvo einen Funktionsumfang, der für Markieranlagen mit integrierter Wendeeinheit speziell bei dünnen Leiterplatten unverzichtbar ist.

Das automatische Wareneingangssystem AWS 300 wurde im Rahmen einer Kooperation mit Handke Industriesoftware zur Produktionsoptimierung beim Kunden entwickelt. Der Wareneingang steht am Anfang der logistischen Prozesskette. Die Vereinnahmung, die Identifikation der Ware sowie deren Datenerfassung stellen somit einen kritischen Prozess dar. Durch den Einsatz aktueller Bilderkennungs-, Bildverarbeitungstechnik und -software sowie einer Datenbankanbindung werden angelieferte Bauteilrollen, Schüttgutkartons, usw. auf vorhandene, für die Traceability-relevante Daten geprüft und über das integrierte Kamerasystem gescannt, entschlüsselt und verifiziert. Diese Informationen werden zusätzlich mit dem kundenseitigen ERP-System verknüpft. Außerdem ist eine Unikatslabel-Kodierung möglich. Die Trace-Daten sind damit einerseits im übergeordneten System enthalten und können andererseits als Teil des Traceability-Prozesses und damit in der Produktion in sicherer, kompakter und vereinfachter Form schnell verwendet werden.

Traceability mit vielen Facetten

Mit einem breit aufgestellten Produktportfolio zeigt Mühlbauer Traceability auf dem Messestand des Mutterkonzerns, dass mit dem Ende des Namens Rommel die Zukunft des Unternehmens gerade erst beginnt.

Productronica 2013: Halle A3, Stand 245